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	<title>Vater-Kind-Beziehung &#8211; Carsten Vonnoh</title>
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	<title>Vater-Kind-Beziehung &#8211; Carsten Vonnoh</title>
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		<title>Bedürfnisorientierte Erziehung für Väter: Echtheit, Selbstreflektion, Intuition und neues Repertoire</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 16:38:56 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Rolle des Vaters hat sich im Laufe der Jahre erheblich gewandelt. Väter von heute sind nicht mehr nur die Ernährer der Familie oder disziplinierte Autoritäten, sondern aktive und zunehmend bewusste Gestalter der kindlichen Entwicklung, zumindest wollen sie das sein. Wenn es um bedürfnisorientierte Erziehung geht, spielen Väter eine entscheidende Rolle für die Familienatmosphäre. Sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Rolle des Vaters hat sich im Laufe der Jahre erheblich gewandelt. Väter von heute sind nicht mehr nur die Ernährer der Familie oder disziplinierte Autoritäten, sondern aktive und zunehmend bewusste Gestalter der kindlichen Entwicklung, zumindest wollen sie das sein. Wenn es um bedürfnisorientierte Erziehung geht, spielen Väter eine entscheidende Rolle für die Familienatmosphäre. Sie haben große Macht darüber, wie entspannt und respektvoll Beziehung gestaltet wird, auch wenn sie das oft so nicht wahrnehmen. Diese Form der &#8222;Erziehung&#8220; zu leben, hat für mich immer auch mit Haltung, mit Entscheidung und mit kontinuierlichem Lernen zu tun.</p>
<p>Um zu beschreiben, was ich unter einem &#8222;guten&#8220; Vater in der besonderen Herausforderung bedürfnis- und bindungsorientierter Elternschaft verstehe, möchte ich Dich auf 5 zentrale Punkte aufmerksam machen:</p>
<h3>1. <strong>Echtheit:</strong> Das authentische Vatersein</h3>
<p>Authentizität, auch wenn der Begriff ein wenig abgedroschen und ziemlich schwammig scheint, ist ein wesentlicher Schlüssel zur bedürfnisorientierten Erziehung: Ein guter Vater ist echt, hat ein wohlwollendes Bild von sich selbst und zeigt seinen Kindern, dass es in Ordnung ist, man selbst zu sein. Er lebt vor, wie man mit Gefühlen umgeht und wie man Schwierigkeiten bewältigt, ohne eine Maske aufzusetzen. Wir wissen, dass Kinder viel mehr durch unser Verhalten &amp; unsere Präsenz lernen, als wir je durch &#8222;pädagogisches Geplapper&#8220; vermitteln könnten. Gerade diese Stimmigkeit, zwischen dem, was bei uns spürbar ist und was wir sagen, ist es, was für mich Echtheit bedeutet. Gerade kleine Kinder spüren noch sehr gut, was in ihnen selbst und um sie herum vorgeht. Wenn sie dann von uns Begriffe und Bestätigung dafür bekommen, statt Ihnen ihre Wahrnehmung abzusprechen oder sie zu ignorieren, dann können sie ein gesundes und sicheres Verhältnis zu sich selbst entwickeln.</p>
<h3>2. <strong>Selbstreflektion:</strong> Der Weg zu mehr Bewusstsein</h3>
<p>Ein Vater, der es ernst meint, nimmt sich Zeit für Selbstreflexion, für Impulse von außen und für gemeinsames Lernen. Selbstreflektion ermöglicht es ihm, bewusster und bedürfnisorientierter zu handeln. Es zeigt seinen Kindern auch, dass Fehler und sich selbst zu hinterfragen wichtig sind, um zu wachsen. Umso bewusster ich mir bin, was meine Reaktion beziehungsweise mein Körper mir gerade sagen will, und je besser ich meine eigenen Grenzen und Bedürfnisse einschätzen kann, umso entspannter kann ich mit Konflikten in der Familie umgehen. Und umso klarer ich in dem werde, was gut für mich ist, desto sicherer kann ich meine Verantwortung in der Familie übernehmen.</p>
<h3>3. <strong>Ein liebevolles Repertoire:</strong> Vielfalt in der Erziehung</h3>
<p>Die wenigsten Väter dieser Generation hatten selbst Väter, die sie souverän und liebevoll in ihrer Entwicklung begleiten konnten. Oftmals haben diese Väter noch ganz andere Erfahrungen gemacht und sind bereits einen guten Schritt für uns weitergegangen. Dennoch sind viele (unbewusste) gewaltvolle Muster noch in und um uns, die sich gerade in der Überforderung zeigen können. Wir brauchen die Erfahrung von Alternativen, Ideen, wie es anders gehen kann, Impulse, die uns die Sicherheit geben, unserem Kind vertrauen zu lernen. Gerade wenn wir unsere Kinder liebevoller begleiten wollen, öfter wirklich präsent sein wollen, dann lohnt sich die Investitionen in den ersten Jahren: wenn wir eine wirklich vertrauensvolle Beziehung zu unseren Kindern aufgebaut haben, dann finden wir viel eher Möglichkeiten, Konflikte so zu lösen, dass alle ihre Würde behalten und respektvoll miteinander umgehen lernen.</p>
<h3>4. <strong>Intuition:</strong> Unsere Wahrnehmung schärfen</h3>
<p>Väter haben eine Intuition, ähnlich wie auch Mütter, die dazu oft einen besseren Zugang gefunden haben. Dieses Gespür für die Bedürfnisse ihrer Kinder, aber auch für sich selbst, ist ein wichtiger Bestandteil der bedürfnisorientierten Erziehung und einem echten, verbundenen Leben. Dabei geht es nicht um ständige Harmonie oder gar Perfektion, sondern eine hoherAufmerksamkeit für das, was unter der Oberfläche bei uns und unseren Kindern in Bewegung, gerade da ist. Das kann die Wut sein, die wir lange Zeit nicht bemerken und die sich erst in eskalierenden Konflikten &nbsp;entlädt. Oder die Traurigkeit, die die letzten Jahre keinen Platz gefunden hat, weshalb wir sie auch bei unseren Kindern gerade nicht gut aushalten können. Aber auch eine Ahnung davon, was es eigentlich in meiner Partnerschaft bräuchte, wenn ich sie in letzter Zeit im Funktionieren aus den Augen verloren hätte.</p>
<p>Ein Vater, der lernt, auf seine Intuition zu hören, lernt vor allem, gut für seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu sorgen, um dann umso achtsamer bei seinem Kind oder seiner Partnerin zu sein. Doch wir haben oft verlernt, auf unsere Intuition zu hören oder denken, dass es gerade die unerwünschten, aggressiven Impulse sind, die wir damit verknüpfen. Es kann sein, dass alte (gewaltvolle) Muster erst einmal hinderlich sind. Doch, umso mehr wir über uns und unser Verhalten lernen, umso bewusster wir also werden, umso mehr kann auch die Intuition in der Begleitung unsere Kinder wirken.</p>
<h3>5. Mut: Annehmen und gestalten</h3>
<p>Um Dinge anders zu machen, als wir es vielleicht gelernt haben, braucht es am Ende auch den Mut, Dinge neu auszuprobieren, sich verletzlich zu zeigen und die Erfahrung des Scheiterns zu integrieren. Es bedeutet, Erziehung neu zu denken. Zu akzeptieren, dass das gesamte Umfeld möglicherweise anders mit ihren Kindern umgeht. Es bedeutet aber auch, das anzunehmen, was im Moment noch nicht gelingt, was schmerzvoll ist und wütend macht. Nur dann kann ich mich weiterentwickeln, wenn der Status Quo erst einmal Berechtigung hat und ich ihn nicht weiter verdränge.</p>
<p>Mut braucht es hier auch, weil ich möglicherweise ganz anders in meiner Familie oder in meinem Umfeld gestalten muss, damit ich so leben kann, wie wir und ich uns das wirklich wünschen, manchmal gegen viele Widerstände. Mut braucht es auch, um ehrlich und auf Augenhöhe, wesentliche Dinge endlich auf der Elternebene anzusprechen und auszuhalten, dass vielleicht im Moment noch keine gute Lösung da ist. Und Mut kann hier auch bedeuten, dass ich mir erlaube, weniger zu machen statt mehr &amp; wirklich präsent zu sein, wahrzunehmen, worum es eigentlich geht und auf diesem Fundament liebevoll zu begleiten.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ein guter Vater, der bedürfnisorientierte Erziehung lebt, nimmt sich selbst und seine liebevolle Macht ernst. Er vertraut auf seine Intuition, ist echt, verletzlich und aus dieser Kraft heraus klar und verbunden. Sein Repertoire an respektvoller Alltagsgestaltung mit seinen Kindern wächst mit der Zeit, und er schafft bewusst eine Umgebung, in der Vertrauen, Beziehung und Sicherheit im Vordergrund stehen. Bedürfnisorientiert Vater sein ist der Weg, Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung zu unterstützen, sich selbst immer besser zu verstehen und eine liebevolle Beziehung ohne Strafen und Schimpfen zu gestalten. Bist du dabei?</p>
<p>Schau Dir gern auch meine aktuellen Angebote für Väter an.</p>
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		<title>Phubbing – Warum unser Smartphone der Beziehungskiller Nummer 1 ist</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 12:04:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn das Handy immer dabei ist, kann das zu Konflikten führen. Die Wissenschaft hat deshalb einen Namen dafür: Phubbing. Phubbing beschreibt das Phänomen, wenn sich jemand zurückgesetzt fühlt, weil das Gegenüber ständig mit dem Smartphone beschäftigt ist – anstatt sich auf das Gespräch oder die gemeinsame Zeit zu konzentrieren. Doch was passiert, wenn Phubbing mehr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 131">
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<p class="p1">Wenn das Handy immer dabei ist, kann das zu Konflikten führen. Die Wissenschaft hat deshalb einen Namen dafür: Phubbing. Phubbing beschreibt das Phänomen, wenn sich jemand zurückgesetzt fühlt, weil das Gegenüber ständig mit dem Smartphone beschäftigt ist – anstatt sich auf das Gespräch oder die gemeinsame Zeit zu konzentrieren. Doch was passiert, wenn Phubbing mehr und mehr in unseren Alltag Einzug hält?</p>
<h2 class="p1"><b>Warum Phubbing die Beziehung gefährden kann</b></h2>
<p class="p1">Wenn ich unterwegs bin, auch mit meinen Kindern, merke ich, wie oft Väter nicht sonderlich präsent sind, wenn sie mit ihren Kindern unterwegs sind. Das merke ich bei mir selbst und spüre es auch bei anderen. Natürlich sind Handy &amp; Co. eigentlich eine großartige Sache, trotzdem ist bei vielen die Abhängigkeit von diesen kleinen, immer verfügbaren Geräten sehr hoch. Unser Gehirn wird geradezu torpediert von den kleinen Glücksimpulsen, die wir durch jede Nachricht, jedes neue Like oder was auch immer bekommen – das ist das Phänomen des Phubbings in Aktion.</p>
<p class="p1">Irgendwie ist es auch nachvollziehbar, denn besonders bei kleinen Kindern ist nicht immer alles wahnsinnig spannend, was wir mit ihnen unternehmen können. Hinzu kommt der alltägliche, der berufliche und vielleicht auch der Beziehungsstress, der es einfacher macht, in die digitale Welt zu flüchten. Doch wir müssen uns bewusst sein, dass wir dadurch in den wenigsten Fällen wirklich bei unseren Kindern sind. Wir sind eher in der digitalen Welt gefangen, was dazu führen kann, dass Phubbing in unserer Beziehung zunehmend problematisch wird.</p>
<h2 class="p1"><b>Wie Phubbing Beziehungen und Elternschaft beeinflusst</b></h2>
<p class="p1">Ähnlich wie bei einem gemeinsamen Abendessen, bei dem beide Partner die meiste Zeit an ihren Geräten hängen, gestaltet sich die Beziehung schwierig und alles andere als verbindlich, wenn unsere Hauptaufmerksamkeit, statt bei uns selbst und unseren Kindern, bei diesen Geräten ist. Phubbing ist mehr als nur ein gelegentliches Checken der Nachrichten – es ist ein stetiges, fast unbewusstes Ablenken, das zu einer Entfremdung führen kann.</p>
<p class="p1">Immer wieder höre ich von Vätern, wie schwer es ihnen fällt, den Hang zu elektronischen Geräten so zu zähmen, dass sie wirklich aufmerksam bei ihren Kindern sein können. Wir wissen mittlerweile, dass es Abteilungen in großen Social-Media-Konzernen gibt, deren einziges Ziel es ist, unsere Abhängigkeit und Nutzung ihrer Produkte zu steigern. Gegen diese immer besser werdenden Algorithmen und im Hintergrund arbeitenden Supercomputer können wir mit unserer steinzeitlichen Selbstdisziplin nicht anhalten. Mir scheint, die einzige Möglichkeit, um hier freier seine Beziehungen zu gestalten, ist eine sehr klare Trennung zwischen der Zeit mit den Kindern und der Zeit mit den Geräten. Meine Tochter bat mich vor ein paar Wochen darum, einen handyfreien Tag zu machen, am liebsten wöchentlich. Das hat mir zu denken gegeben, gerade weil ich bemüht darum bin, achtsam mit meinen Kindern umzugehen und auch die kleinen Momente in ihrem Leben zu sehen und anzuerkennen – fernab vom Phubbing.</p>
<h2 class="p1"><b>Phubbing und die Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehung</b></h2>
<p class="p1">Es ist nicht so einfach mit der ungeteilten Aufmerksamkeit, war es nie und ist es wohl durch Smartphones und Social Media für viele noch weniger geworden. Auch für mich. Und trotz aller technischen Limits, dem digitalen Rückzug über den Jahreswechsel und guten neuen Ritualen ertappe ich mich dabei, doch nicht ganz bei der Sache zu sein und meine Kinder manchmal, oder manchmal auch öfter, für völlig banale Sachen hinter mein Handy zu stellen. Es gibt nun diesen telefonfreien Tag bei uns, es gibt das größere Bewusstsein dafür, dass unsere Kinder nicht mit unseren Smartphones und Tablets, Fernsehern und Konsolen konkurrieren wollen und dürfen. Geben wir Acht auf uns und die kleinen Dinge im Leben unserer Kinder, die letztlich realer Teil auch unseres Lebens sind – ohne Phubbing!</p>
<h2 class="p1"><b>Phubbing vermeiden und mehr Präsenz zeigen</b></h2>
<p class="p1">Ein abwesender Vater ist nicht nur jemand, der selten zu Hause ist, sondern auch jemand, der, wenn er zu Hause ist, seine Kinder nur im Autopiloten wahrnimmt. Unsere Smartphones sind die perfekte Fluchtmöglichkeit, mit immer größerem Abhängigkeitspotential. Doch was für uns nette Ablenkung sein mag, kann für unsere Kinder der bleibende Eindruck unserer fehlenden Aufmerksamkeit sein. Bedürfnisse nach Nähe, Gesehenwerden oder die Möglichkeit, über Belastendes zu sprechen, finden so noch weniger Platz in unserem durchgetakteten Alltag.</p>
<p class="p1">Wir alle wollen präsent sein; wollen, dass unsere Kinder wissen, wie wichtig sie uns sind. Und dennoch: Beobachtet euch einmal im Verlauf des Tages: Wie viel »Autopilot« ist da, wie viel ablenkungsfreie Zeit bekommen eure Kinder, wie viele Momente wirklicher Achtsamkeit? Und wie viel Druck und Stress ist da bei uns, dass wir die digitale Zerstreuung so sehr brauchen? Phubbing passiert oft unbewusst, doch wir können gegensteuern – indem wir uns bewusst für echte, handyfreie Zeit mit unseren Kindern entscheiden.</p>
<p class="p1"><b>Mehr dazu</b> und wie Du die Dinge neu angehen kannst, findest Du in meinem Buch “<a href="https://amzn.eu/d/4t7v6Gr" target="_blank" rel="noopener"><span class="s1">Up to Dad</span></a>” im Beltz-Verlag, wo sich auch dieser Auszug findet. Auch ein <a href="https://amzn.eu/d/iJHSOMl" target="_blank" rel="noopener"><span class="s1">Hörbuch</span></a> ist mittlerweile erschienen.</p>
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		<title>Die Kraft der Liebe: Wie bedürfnisorientiertes Vatersein Väter und Kinder bereichert</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 11:24:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Das traditionelle Bild des Vaters als harten Ernährer und Autoritätsperson hat sich gewandelt. Respektlosigkeit, Angst &#38; emotionale Distanz in der eigenen Familie sollen immer werden.  Immer mehr Väter erkennen die Bedeutung von bedürfnisorientierter Erziehung und setzen sich aktiv für eine enge Bindung zu ihren Kindern ein. In diesem Blog-Artikel werden die wichtigsten Aspekte und positiven [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das traditionelle Bild des Vaters als harten Ernährer und Autoritätsperson hat sich gewandelt. Respektlosigkeit, Angst &amp; emotionale Distanz in der eigenen Familie sollen immer werden.  Immer mehr Väter erkennen die Bedeutung von bedürfnisorientierter Erziehung und setzen sich aktiv für eine enge Bindung zu ihren Kindern ein. In diesem Blog-Artikel werden die wichtigsten Aspekte und positiven Auswirkungen des bedürfnisorientierten Elternseins auf Väter und ihre Kinder beleuchtet.</p>
<p><strong>1. Ein stärkeres Band zwischen Vater und Kind:</strong> Bedürfnisorientiertes Vatersein fördert eine tiefere emotionale Bindung zwischen Vätern und ihren Kindern. Durch einfühlsames Zuhören, Verständnis und bedingungslose Liebe können Väter ihre Kinder besser verstehen und ihre Bedürfnisse erfüllen. Gemeinsames wie Vorlesen &amp; Spielen, Toben und Im-Wald-Sein stärken die Verbindung. Dieses starke Band zwischen Vater und Kind bietet nicht nur emotionale Sicherheit, sondern lehrt Kinder auch, dass sie in schwierigen Zeiten auf liebevolle Unterstützung zählen können.</p>
<p><strong>2. Positive Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung:</strong> Studien haben gezeigt, dass eine aktive Beteiligung des Vaters an der Kindererziehung positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder hat. Väter bringen oft andere Perspektiven und Fähigkeiten mit, die das Kind in seiner Entwicklung bereichern. Beispielsweise fördert das Spiel mit dem Vater die kognitive, motorische und soziale Kompetenz des Kindes. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Rollenbildern ermöglicht es Kindern auch, sich differenziert mit Geschlechterstereotypen auseinanderzusetzen und diese zu hinterfragen.</p>
<p><strong>3. Väterliches Selbstbewusstsein und Zufriedenheit:</strong> Bedürfnisorientiertes Vatersein bietet auch den Vätern eine Chance zur persönlichen Entwicklung. Wenn sie ihre Rolle als liebevolle und unterstützende Väter annehmen, führt dies zu einem gesteigerten Selbstbewusstsein und einer größeren Zufriedenheit mit ihrer Elternschaft. Indem Väter aktiv in den Alltag ihrer Kinder involviert sind, gewinnen sie Vertrauen in ihre Fähigkeiten und sehen, wie ihre Präsenz das Wohlbefinden ihrer Kinder fördert. Dies stärkt das väterliche Selbstbewusstsein, reduziert das Schlechte Gewissen und bestärkt sie darin, eine aktivere Rolle im Leben ihrer Kinder zu übernehmen.</p>
<p><strong>4. Vereinbarkeit von Familie und Beruf:</strong> Ein bedürfnisorientierter Ansatz in der Vaterrolle kann auch dazu beitragen, dass Familie und Beruf besser vereinbar werden. Indem Väter sich in der Kindererziehung engagieren, sich in ihrer Rolle bewusster werden und mehr Verantwortung übernehmen, ermöglichen sie ihren Partnerinnen eine größere berufliche Flexibilität und entlasten sie von der alleinigen Verantwortung für die Kinder. Das schafft ein ausgewogeneres Familienleben und fördert die Partnerschaft. Zudem haben Unternehmen erkannt, dass eine familienfreundliche Unternehmenskultur auch die Produktivität und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter steigern kann, was zu einer positiven Entwicklung in der Arbeitswelt führt.</p>
<p><strong>5. Einfluss auf zukünftige Generationen:</strong> Bedürfnisorientiertes Vatersein hat eine langfristige Wirkung auf kommende Generationen. Väter, die selbst in einer liebevollen und unterstützenden Umgebung aufgewachsen sind, geben dieses Verständnis an ihre eigenen Kinder weiter. Somit wird ein positiver Kreislauf geschaffen, der die Familienkultur nachhaltig beeinflusst und die Gesellschaft insgesamt bereichert. Kinder, die bedürfnisorientiert aufwachsen, entwickeln oft ein hohes Maß an Empathie und sozialem Verantwortungsbewusstsein. Dies wiederum fördert ein harmonisches Zusammenleben und kann dazu beitragen, gesellschaftliche Herausforderungen, die wir genug haben, besser zu bewältigen.</p>
<p>Bedürfnisorientiertes Vatersein eröffnet Vätern und ihren Kindern zahlreiche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten. Es stärkt das Band zwischen Vater und Kind, fördert eine positive kindliche Entwicklung und erhöht das Selbstbewusstsein der Väter. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird erleichtert, und langfristig kann diese Art der Elternschaft eine positive Auswirkung auf kommende Generationen haben. Der bedürfnisorientierte Weg ist kein Weg, den Mütter allein gehen können und wollen:  Deshalb ist es so wichtig, dass Väter sich über ihre Gestaltungskraft klar werden, lernen sich selbst besser zu verstehen und mehr Augenhöhe mit Kind und Partner entwickeln. Gern unterstütze ich euch dabei.</p>
<p><a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Meine Seminare</a> &amp; der Austausch mit anderen Vätern können dabei wichtige Impulse geben. Wenn du Dir schnell, individuell und effektiv Unterstützung in deiner Entwicklung als Vater haben möchtest, lass uns <a href="https://carstenvonnoh.de/kennenlerngespraech/" target="_blank" rel="noopener">kennenlernen</a>, um zu schauen, ob ein 1:1-Coaching passen könnte.</p>
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			</item>
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		<title>Elternschaft auf Augenhöhe – so funktioniert der respektvolle Umgang zwischen Dir und Deinem Kind</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2023/03/11/elternschaft-auf-augenhoehe-so-funktioniert-der-respektvolle-umgang-zwischen-dir-und-deinem-kind/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Mar 2023 16:20:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Mütter]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Elternschaft auf Augenhöhe? Was bedeutet das? Wie funktioniert sie? Wo liegen die Schwierigkeiten? Diese und weitere Fragen beantworte ich Dir hier.  Was ist Elternschaft auf Augenhöhe eigentlich? „Auf Augenhöhe“ – was bedeutet das? Wortwörtlich bedeutet „auf Augenhöhe“, dass die Kommunikation zwischen zwei oder mehr Personen auf der gleichen Stufe passiert. In Bezug auf die Kommunikation [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Elternschaft auf Augenhöhe? Was bedeutet das? Wie funktioniert sie? Wo liegen die Schwierigkeiten? Diese und weitere Fragen beantworte ich Dir hier.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3><b>Was ist Elternschaft auf Augenhöhe eigentlich?</b></h3>
<p>„Auf Augenhöhe“ – was bedeutet das? <b>Wortwörtlich bedeutet „auf Augenhöhe“, dass die Kommunikation zwischen zwei oder mehr Personen auf der gleichen Stufe passiert.</b> In Bezug auf die Kommunikation zwischen Eltern und Ihren Kindern bedeutet „auf Augenhöhe“ also, dass Eltern Augenkontakt auf einer Stufe mit dem Kind aufnehmen.</p>
<p>Sie beugen sich zu ihrem Kind herunter oder erhöhen die Position des Kindes, um physisch auf einer Stufe zu sein. Die übertragene Bedeutung ist ähnlich: Es bedeutet, alle Beteiligten stehen auf einer Stufe. Die Äußerungen aller Beteiligten werden ernst genommen und wertgeschätzt. Gesprächspartner behandeln sich respektvoll. <b>Alle Meinungen sind erst einmal gleichwertig.</b></p>
<p><b>Elternschaft auf Augenhöhe beschreibt zweierlei Beziehungen:</b> die Beziehung zwischen Dir und dem anderen Elternteil und die Beziehung zwischen Dir und Deinem Kind.</p>
<h3><b>Vaterschaft auf Augenhöhe zu Deinem Kind – das sind die Chancen</b></h3>
<p><b>Elternschaft auf Augenhöhe zu Deinem Kind oder Deinen Kindern kann erst einmal wörtlich genommen werden.</b> Wenn Du Kontakt zu Deinem Kind aufnehmen möchtest oder Dein Kind zu Dir, beugst Du Dich zu ihm oder ihr herunter oder erhöhst die Position des Kindes.</p>
<p><b>Das hat ganz praktische Vorteile:</b></p>
<ol>
<li>Dein Kind kann Deine Mimik besser erkennen.</li>
<li>Dein Kind hört Dir aufmerksamer zu.</li>
<li>Du hörst Deinem Kind aufmerksamer zu.</li>
<li>Dein Kind fühlt sich gesehen und gehört.</li>
<li>Dein Kind <i>wird</i> gesehen und gehört.</li>
<li>Der direkte Blickkontakt zwischen Dir und Deinem Kind ist sprachfördernd.</li>
</ol>
<p>Sprichst Du stattdessen „von oben herab“ mit Deinem Kind, kann Dein Kind deine Mimik schlechter erkennen, fühlt sich vielleicht nicht gehört oder hört durch den ungünstigen Blickkontakt nicht so gut zu. Es ist sogar möglich, dass sich Dein Kind durch Deine erhöhte Position eingeschüchtert fühlt.</p>
<p><b>Im übertragenen Sinne bedeutet „Elternschaft auf Augenhöhe“, dass das Kind in seinen Belangen und Äußerungen ernst genommen und wertgeschätzt wird.</b> Es bedeutet, in Beziehung zu gehen, mit dem Kind und zu sehen, was ihm oder ihr gerade wichtig ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Gleichzeitig bedeutet es auch, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle gegenüber dem Kind äußern zu können, authentisch zu sein, ohne zu schreien, zu schimpfen oder auf andere Weise die eigene Machtposition als Erwachsene/r auszunutzen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und diese Fähigkeit erfordert Selbstreflektion und Achtsamkeit Dir selbst gegenüber. Du musst wissen, was Du fühlst, das Dein Bedürfnis ist und wie Du dieses kindgerecht und wertschätzend äußern kannst.</p>
<p>Wie bei der bedürfnisorientierten Erziehung, sind die Bedürfnisse der Kinder und der Eltern gleichwertig. In Konfliktsituationen wird im Idealfall ein Kompromiss gefunden, der für alle Familienmitglieder in Ordnung ist.</p>
<p><b>Bei der Elternschaft auf Augenhöhe entscheiden Eltern nicht „über den Kopf“ des Kindes hinweg, sondern finden Lösungen, die für Eltern und Kind zufriedenstellend sind – auf Augenhöhe.</b></p>
<h3><b>Gemeinsam Eltern sein &#8211; wie ihr als Eltern auf Augenhöhe harmoniert</b></h3>
<p>Aus zwei Partnern wird eine Familie – das Highlight der Beziehung? Oft belasten unterschiedliche Erziehungsansichten, Glaubenssätze, die Aufgabenverteilung, Schlafentzug und Stress die Beziehung. Dass sich Eltern mit jungen Kindern trennen ist nicht ungewöhnlich – von etwa der Hälfte der Scheidungsfälle sind minderjährige Kinder betroffen¹.</p>
<p>Doch unabhängig davon, ob Eltern eine Beziehung führen oder nicht: Die Elternschaft auf Augenhöhe ist für eine gelungene Erziehung der gemeinsamen Kinder wichtig. Nicht die Trennung verursacht ein Trauma bei den Kindern, sondern wie sich die Eltern nach dem Ende der Beziehung gegenüber verhalten. Können Konfliktsituationen konstruktiv gelöst werden, kommt die ganze Familie auf lange Sicht gut aus der Trennungskrise heraus.²</p>
<h3><b>Bei der Elternschaft auf Augenhöhe ist eine respektvolle Kommunikation das A und O.</b></h3>
<p>Immerhin geht es um eine (oder mehrere) Personen, die beiden Elternteilen das Wichtigste sind – die Kinder. Bei unterschiedlichen Ansichten ist die Gefahr groß, dass Eltern sich in ihren eigenen Gefühlen und Verletzungen verlieren und wütend, bockig oder überheblich reagieren.</p>
<p>Statt einer konstruktiven Kommunikation entsteht Streit. Männer ziehen sich in diesen Situationen häufiger zurück, reagieren „bockig“ und lehnen auch wohlgemeinte Impulse der Partnerin ab. Frauen werten möglicherweise die Arbeit des (Ex-)Partners ab und schränken dessen Handlungsspielraum als Vater ein. Natürlich sind auch ganz andere Reaktionen möglich.</p>
<h3><b>Diese Verhaltensweisen kommen meiner Erfahrung nach ganz unbewusst und ohne böse Absichten zum Vorschein! </b></h3>
<p>Sie zeigen sich aufgrund eigener Verletzungen und negativer Erfahrungen in der Vergangenheit oder auch zum Selbstschutz. Hier ist es wichtig, einen gesünderen, verständnisvolleren Umgang mit der Partnerin oder dem Partner zu finden.</p>
<p><b>Die großen Herausforderungen und Chancen bei der Elternschaft auf Augenhöhe</b></p>
<p>Wir Eltern sind Menschen mit Schwächen und Fehlern. Wir sind nicht perfekt, sind mal überarbeitet, unzufrieden, gestresst, genervt, traurig, wütend, verletzt. Die große Herausforderung – und Chance – ist es, diese Gefühle und die Bedürfnisse dahinter anzuerkennen, zu reflektieren und konstruktiv zu kommunizieren.</p>
<h3><b>Als Vätercoach berate ich Väter, die mit diesen oder ähnlichen Herausforderungen zu mir kommen:</b></h3>
<ol>
<li>Die Verbindung zu den eigenen Gefühlen wird vielen Jungs als „unmännlich“ schon im Kleinkindalter abtrainiert. Sich in Bezug auf die eigenen Gefühle zu reflektieren, zu spüren „Was brauche ich gerade?“ fällt den meisten Vätern, die zu mir kommen schwer.<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Väter vernetzen sich seltener als Mütter. Sie tauschen sich kaum untereinander aus. Sie ziehen sich in Konfliktsituationen eher zurück. Sie suchen seltener nach Hilfe. Können Sie selbst keine Lösung finden, fühlen Sie sich hilflos und überfordert. Das kann sich in starken Gefühlsausbrüchen äußern. Väter, die zu mir finden, befinden sich meist in Extremsituationen und wissen nicht, wie sie die Beziehung zu den Kindern und der Mutter der Kinder verbessern können. Hilfe von außen zu suchen und anzunehmen ist der erste und wichtigste Schritt!</li>
<li>Die Vaterrolle hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Viele Väter wünschen sich, präsent zu sein, viel Zeit mit der Familie zu verbringen und die Erziehung der Kinder mitzugestalten. Sie möchten aktive Rollen vor und während der Geburt übernehmen und sich als gleichwertiger Elternteil um die Kinder kümmern. Die Gesellschaft und manchmal die eigene (Ex-)Partnerin werten die Vaterrolle jedoch (unbewusst!) ab. Das zeigt sich durch die Einmischung der Familie, Passanten oder der Mutter der Kinder, die dem Vater zeigen wollen „wie es richtig geht“. Es ist auch möglich, dass eigene Unsicherheiten ein Hindernis sind, das eigene Potential als Vater voll auszuschöpfen. Genau wie Mütter müssen Väter genügend Freiraum bekommen und dazu bereit sein, sich in ihre Vaterrolle einzufinden, „Fehler“ zu machen und zu lernen.</li>
<li>Gleichzeitig fehlen jungen Vätern die Vorbilder. Väter der vorangegangenen Generationen starben im Krieg oder waren traumatisiert und emotional abwesend. Die Rolle des Vaters konzentrierte sich in der Vergangenheit überwiegend auf die finanzielle Ernährung der Familie. Das erschwert Vätern, sich in eine Vaterrolle einzufinden, mit der sie sich wirklich wohlfühlen.</li>
</ol>
<h3><b>Elternschaft auf Augenhöhe beginnt bei Dir selbst</b></h3>
<p><i>„Bewusst Vater zu sein heißt, auch immer, sich zu befreien: von fremden Erwartungen, von den Beschränkungen Deiner Kindheit, von hinderlichen Glaubenssätzen, Abhängigkeiten und schädlichen Mustern.“</i></p>
<p><b>Zitat aus meinem Buch „Up to Dad: Kinder entspannt begleiten und den eigenen Weg gehen“</b></p>
<p>Der Weg zu einer harmonischen Elternschaft auf Augenhöhe – sowohl mit der der Mutter Deiner Kinder als auch zu Deinem Kind – beginnt bei Dir. Es geht nicht nur darum die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche auf Augenhöhe kommunizieren können und von anderen annehmen zu können – es geht im ersten Schritt vor allem darum, innezuhalten und sich selbst zu spüren.</p>
<p>Fühlst Du Dich gerade sehr unzufrieden, atme einige Male tief durch und versuche folgende Fragen zu beantworten:</p>
<ul>
<li>Was fühle ich gerade?</li>
<li>Was brauche ich?</li>
<li>Wie gestresst bin ich?</li>
<li>Warum reagiere ich genervt, wütend oder traurig?</li>
<li>Was kann ich <i>in diesem Moment</i> für mich tun, um zufriedener zu sein?</li>
</ul>
<p>Wenn Du mit Dir im Reinen bist, Deine eigene Verletzlichkeit nicht hinter einer starken Fassade verbirgst, dann kannst Du emotionale Nähe zulassen, Dich echt zeigen und Deinen Kindern (und der Mutter Deiner Kinder) Raum bieten, es Dir gleich zu tun. Das erfordert nicht nur Arbeit an Dir selbst, sondern auch Mut. <b>Doch dieser Weg lohnt sich.</b></p>
<p>In meinen <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminaren</a> und persönlichen <a href="https://carstenvonnoh.de/vater-coach-coaching-vaeter-eltern/">Coachings</a> unterstütze ich Dich gerne auf Deinem Weg zu einer harmonischen Elternschaft auf Augenhöhe. In meinem Buch „<a href="https://amzn.eu/d/4t7v6Gr" target="_blank" rel="noopener">Up to Dad: Kinder entspannt begleiten und den eigenen Weg gehen</a>“ ließt Du viele praktische Impulse, die Dir bei der Findung Deines persönlichen Weges als Vater helfen können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Quellen:</b></p>
<p>¹<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/485348/umfrage/ehescheidungen-mit-und-ohne-minderjaehrige-kinder-in-deutschland/" target="_blank" rel="noopener">Ehescheidungen mit und ohne minderjährige Kinder in Deutschland bis 2020</a></p>
<p>² <a href="https://www.sueddeutsche.de/leben/expertentipps-zur-erziehung-trennung-kann-eine-chance-sein-1.1606290" target="_blank" rel="noopener">vgl. Interview mit Familiencoach Monika Czernin</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bedürfnisorientierte Erziehung für Väter – warum sie auch für uns so wichtig ist</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2023/03/11/beduerfnisorientierte-erziehung-fuer-vaeter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Mar 2023 15:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der bedürfnisorientierten Erziehung – im Englischen „Attachment Parenting“ genannt – geht es ursprünglich um den Aufbau einer engen Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern. Es geht um die emotionale und körperliche Nähe und Bedürfnisse, die wahrgenommen und genährt werden sollen. Keine Umarmung, kein Tragen ist für ein Baby zu viel. Babys sollen „verwöhnt“ werden mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Bei der bedürfnisorientierten Erziehung – im Englischen „Attachment Parenting“ genannt – geht es ursprünglich um den Aufbau einer engen Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern. Es geht um die emotionale und körperliche Nähe und Bedürfnisse, die wahrgenommen und genährt werden sollen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Keine Umarmung, kein Tragen ist für ein Baby zu viel. Babys sollen „verwöhnt“ werden mit Kuscheleinheiten im Familienbett und dem Tragen im Tragetuch. Die Bedürfnisse von Kleinkindern und älteren Kinder sollen gehört, beachtet und nach Möglichkeit erfüllt werden.</p>
<p style="font-weight: 400;">Damit steht die bedürfnisorientierte Beziehung, kurz BO, im klaren Gegensatz zu autoritären Erziehungsstilen, die in vorherigen Generationen populär waren. Es gibt Gegner und Befürworter dieses Erziehungsstils. Gegner meinen, Kinder werden durch eine bedürfnisorientierte Erziehung „verwöhnt und verhätschelt“, der Ansatz wäre zu komplex und im Alltag nicht zu stemmen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Befürworter sagen, ein bindungsorientierter Erziehungsstil hilft Kindern, zu selbstbewussteren Erwachsenen heranzuwachsen. </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Die sichere Bindung zu den Eltern und das starke Urvertrauen machen das möglich. Sind Kinder sicher gebunden¹ und wissen, dass die Eltern uneingeschränkt hinter ihnen stehen, können sie jederzeit zu ihrem „sicheren Hafen“ (den Eltern) zurückkehren.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Woher kommt Attachment Parenting?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Attachment Parenting (Deutsch: Bindungs- oder Bedürfnisorientierte Erziehung) ist kein neues Konzept. Den Ursprung in der heutigen Form fand die BO in den 1980er-Jahren in den USA. Die Grundelemente wurden in dem 1982 veröffentlichen Buch „Creative Parenting“ von William Sears beschrieben. Damals ging es vor allem um eine enge Mutter-Kind-Beziehung, die ab Geburt gefördert werden sollte. In späteren Publikationen fasste Sears die Grundlagen des Attachment Parentings in den „7 Baby-Bs“ zusammen.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Die 7 Baby-Bs nach William Sears aus dem Buch „Attachment Parenting“ (2001)</strong>²<strong>:</strong></h3>
<ol>
<li>Körper- und Augenkontakt zwischen Mutter und Kind sollten sofort nach der Geburt erfolgen („Birth bonding“).</li>
<li>Das Baby sollte nach Möglichkeit gestillt werden („Breastfeeding).</li>
<li>Das Baby sollte so oft wie möglich am Körper getragen werden („Babywearing“).</li>
<li>Eltern sollten in der Nähe des Babys schlafen („Bedding close to baby“).</li>
<li>Das Weinen des Babys sollte immer beachtet werden („Belief in the language value of your baby’s cry“).</li>
<li>Schlaftraining sollte abgelehnt werden („Beware of baby trainers“).</li>
<li>Die Bedürfnisse von Mutter und Kind sollten im Gleichgewicht sein („Balance“).</li>
</ol>
<p style="font-weight: 400;">Viele der Baby-B’s sind intuitiv. Unsere Vorfahren, die Jäger und Sammler, erfüllten mehrere der von Sears beschriebenen Verhaltensweisen. In Deutschland und in anderen westlichen Ländern wurde jedoch lange ein ganz anderer Umgang mit Babys propagiert.</p>
<p style="font-weight: 400;">Erziehungsratgeber wie „Die Mutter und ihr erstes Kind“ prägten den Erziehungsstil in Deutschland. Bei der ersten Ausgabe des Buches, das 1934 erschien, rat die Autorin Dr. Johanna Haarer einen möglichst distanzierten, aus heutiger Sicht grausamen Umgang mit Säuglingen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Neugeborene sollten zwar gestillt, aber nicht häufig getragen werden. Stillen diente lediglich der Nahrungsaufnahme – nicht etwa zum Näheaufbau oder zur Beruhigung. Ältere Babys sollten nachts nicht gefüttert, sondern schreien gelassen werden.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Bindungsorientierte Erziehung </strong><strong>= Laissez-faire?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Bindungsorientierte Erziehung wird von Kritikern immer wieder mit der Laissez-faire Erziehung gleichgesetzt. Bei diesem Erziehungsstil gibt es keine Regeln. Die Eltern verhalten sich passiv und greifen selbst in Konfliktsituationen nicht ein. <strong>Die Bedürfnis- oder Bindungsorientierte Erziehung grenzt sich jedoch klar von Laissez-faire ab.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Bei der Bedürfnisorientierten Erziehung geht es um die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. <strong>Kinder werden begleitet, sie werden nicht regellos sich selbst überlassen.</strong> Ihre Bedürfnisse und Grenzen werden wahrgenommen, geachtet und nach Möglichkeit erfüllt.</p>
<p style="font-weight: 400;">Doch auch die Eltern haben Bedürfnisse und Grenzen, die gewahrt werden müssen. <strong>Bei BO sollten idealerweise die Bedürfnisse und Grenzen aller Familienmitglieder geachtet werden.</strong> Das wird nicht selten übersehen, gerade in Phasen der Überforderung und dem Autopilot-Modus. Eltern müssen in Kontakt mit ihren Kindern treten, das Verhalten der Kinder ohne Bewertung hinterfragen, emphatisch reagieren und sich selbst reflektieren. Gerade immer wieder dazu lernen, davon auszugehen, dass alles Verhalten seinen Sinn hat, scheint mir hier wesentlich zu sein.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Wünsche und Bedürfnisse – wie die bedürfnisorientierte Beziehung die Grenzen aller wahrt</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Bei der bedürfnisorientierten Erziehung ist es wichtig, im Gleichgewicht zu bleiben, auch und vielleicht besonders als Vater. <strong>Wer alle Bedürfnisse und Wünsche seiner Kinder erfüllt, läuft Gefahr, seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu übergehen. </strong>Das passiert häufig. Wir alle wollen nichts falsch machen. Wir möchten unseren Kindern uneingeschränkte Sicherheit bieten und immer für sie da sein.</p>
<p>Das Resultat ist jedoch, dass Mütter und Väter schnell an ihre Grenzen kommen, genervt, gestresst oder wütend reagieren. <strong>Idealerweise sollten bei einem bedürfnisorientierten Erziehungsstil alle Bedürfnisse beachtet werden – auch die der Eltern</strong>. Nicht zuletzt Väter haben immer wieder ein schlechtes Gewissen, wenn sie scheinbar nicht genügend ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken. Unsere Verantwortung als Eltern ist es, möglichst alle Bedürfnisse anzuerkennen, auch wenn ich sie nicht immer erfüllen kann. Eltern dürfen und sollen authentisch reagieren. Sie dürfen sagen „Das macht mich traurig“ oder „Ich möchte das nicht!“ und nach Möglichkeiten suchen, die für alle tragbar sind. Gerade persönliche Grenzen, die liebevoll und klar vermittelt und gehalten werden, sind hier aus meiner Erfahrung entscheidend.</p>
<p><em>Was hier so einfach klingt, ist in der Praxis am Anfang nicht einfach. In meinen <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminaren</a> gebe ich dafür Unterstützung.</em></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Oft wird BO auch falsch verstanden</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Es müssen nicht alle Wünsche des Kindes erfüllt werden.</strong> Viel mehr müssen Eltern herausfinden, ob ein Bedürfnis hinter dem Wunsch des Sohnes oder der Tochter steckt. Vielleicht steht Hunger hinter dem Wunsch nach dem dritten Eis, vielleicht auch Anerkennung oder Aufmerksamkeit. <strong>Können Wünsche nicht erfüllt werden, sollten Eltern den entstehenden Frust begleiten, ohne das Gefühl negativ zu bewerten, zu schimpfen oder zu strafen. </strong>Oft ist es für ein Kind hilfreich, zu hören, dass wir das Bedürfnis gesehen haben, auch wenn wir es nicht erfüllen können.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Bedürfnisorientierte Erziehung – hier liegen die Herausforderungen</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Während viele Eltern heute zum Glück schon intuitiv sehr liebevoll auf die Bedürfnisse ihres Babys eingehen, wird das ab dem Kleinkindalter schwieriger. Dann kommen die „guten Ratschläge“ von Verwandten und Passanten.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Vielleicht hast Du solche oder ähnliche Sätze selbst schon einmal gehört:</strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>„Lass das Kind schreien, das kräftigt die Lungen.“<br />
„Du musst Dein Kind auch mal bocken lassen.“<br />
„Kinder müssen folgen!“<br />
„Der tanzt euch doch auf der Nase herum.“<br />
„Sie schläft noch in eurem Bett? So wird sie nie selbstständig!“</em></p>
<p style="font-weight: 400;">Gepaart mit unseren eigenen Glaubenssätzen, verunsichern diese Kommentare. Vor allem dann, wenn das Kind sich mitten im Supermarkt auf den Boden wirft oder bei der Familienfeier sich bockig und unhöflich verhält. Die Umwelt sieht sich im Recht, das die Bindungsorientierte Erziehung das Kind „verzieht“.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Ich weiß aus eigener Erfahrung: Der Weg der Bedürfnisorientierten Erziehung ist nicht der einfachste.</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Kinder dürfen bei Familienentscheidungen mitreden. Kinder dürfen Wünsche und Bedürfnisse äußern. Sie schlafen jahrelang im Familienbett. Und: <strong>Kinder müssen nicht uneingeschränkt folgen und dürfen ihre Gefühle zeigen – ohne dafür bestraft, geschimpft oder ignoriert zu werden.</strong> Das alles kann sehr herausfordernd und kräftezehrend sein – vor allem wenn Du als Kind vielleicht selbst ganz anders aufgewachsen bist.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Attachement-Parenting-Papa – was Du Dir vielleicht selbst von Deinem Vater gewünscht hättest</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Aus meiner Arbeit mit Vätern weiß ich, dass die Bindungsorientierte Erziehung gerade uns Männern schwerfällt.</strong> Jungs werden eher dazu sozialisiert, keine Traurigkeit zu zeigen oder Schwächen zuzugeben, für alles Lösungen parat zu haben. „Stell Dich nicht so an“ oder „Du bist doch kein Baby mehr“ waren und sind heute noch häufige Antworten auf die Gefühle der Kleinen. Bei der Bindungsorientierten Erziehung sollen Eltern jedoch gerade diese Gefühle wahrnehmen, benennen und begleiten. Alle Bedürfnisse sollen ernst genommen werden.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Und hier liegt die große Herausforderung:</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Wenn Du in der eigenen Kindheit diese Gefühle nie ausleben durftest, ist das Aushalten und Begleiten der Gefühle beim eigenen Kind nicht einfach zu bewältigen. <strong>Es ist möglich, dass Du mit einer heftigen Ablehnung oder Wut reagierst, die aus dem Nichts zu kommen scheint.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Doch genau das ist der Punkt: <strong>Deine Reaktion auf die negativen Gefühle Deiner Kinder kommt nicht aus dem Nichts.</strong> Sie rührt aus der eigenen Kindheit. Es sind Triggerpunkte, die aus Deinem Inneren ins Äußere gelangen und unreflektiert Dein geliebtes Kind treffen.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Die Entscheidung liegt bei Dir:</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Reagierst Du genau so auf Dein Kind, wie Deine Eltern auf Dich reagierten? Lehnst Du die Gefühle Deines Kindes ab, ignorierst oder bestrafst es dafür? Oder hältst Du inne, reflektierst und reagierst so, wie Du es Dir als Kind vielleicht sehnlichst gewünscht hättest? Empathisch und liebevoll?</p>
<p>Einen anderen Weg als den gelernten einzuschlagen, kann herausfordernd sein. Das heißt, <strong><span style="font-weight: 400;">Du musst lernen, achtsam mit Dir selbst und Deinen Kindern umzugehen, du musst reflektieren lernen und deine eigenen Gefühle wahrnehmen. Nicht von heute auf morgen, es reicht, nach und nach Schritte in eine </span>achtsamere Richtung </strong>zu gehen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Aber dieser Weg lohnt sich: Er ist lehrreich, heilsam und führt zu einer engen Beziehung mit Deinem Kind.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">In meinen <a href="https://carstenvonnoh.de/vater-coach-coaching-vaeter-eltern/">Coachings</a> und <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminaren</a> zeige ich Dir, wie Du den Alltag mit Deinen Kindern entspannter und wertschätzender gestalten kannst. Kontaktiere mich gerne für ein kostenloses <a href="https://carstenvonnoh.de/kennenlerngespraech/">Erstgespräch</a> mit Deinem persönlichen Anliegen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Quellen:</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">¹Vgl. die Bindungstheorie nach Bowlby in „Bindung als sichere Basis. Grundlagen und Anwendung der Bindungstheorie.” (2008) – weitere Informationen zum Beispiel <a href="https://www.profiling-institut.de/kindliche-bindung" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>
<p style="font-weight: 400;">² <a href="https://www.amazon.de/Attachment-Parenting-Book-Commonsense-Understanding/dp/0316778095" target="_blank" rel="noopener">The Attachment Parenting Book: A Commonsense Guide to Understanding and Nurturing Your Baby (2001)</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title> 10 Tipps für eine starke Vater-Sohn-Beziehung: Für Väter, die es ernst meinen!</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2021/08/24/vater-sohn-beziehung-10regeln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2021 12:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Sohn-Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wenn man starke, liebevolle Männer in der Gesellschaft haben will, muss man auch den kleinen Jungs die Gelegenheit geben, mit starken, liebevollen Vätern groß zu werden!“ (Gerald Hüther, Neurobiologe) Damit müssen wir in unserer Generation ernsthaft beginnen! Das bedeutet, dass wir uns diese einzigartige Beziehung – die Vater-Sohn-Beziehung – immer wieder in Erinnerung rufen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><i>„Wenn man starke, liebevolle Männer in der Gesellschaft haben will, muss man auch den kleinen Jungs die Gelegenheit geben, mit starken, liebevollen Vätern groß zu werden!“ (Gerald Hüther, Neurobiologe)</i></p>
<p class="p1">Damit müssen wir in unserer Generation ernsthaft beginnen! Das bedeutet, dass wir uns diese einzigartige Beziehung – die Vater-Sohn-Beziehung – immer wieder in Erinnerung rufen und unsere Verantwortung bewusst annehmen, sie pflegen und entfalten, besonders wenn wir wenig Zeit mit unseren Söhnen haben!</p>
<p class="p1">In diesem Blogbetrag habe ich dir einige fundamentale Anregungen zusammengefasst, wie Du Deine Vater-Sohn-Beziehung stärken kannst.</p>
<h2 class="p1"><b>So kannst Du Deine Vater-Sohn-Beziehung aktiv fördern</b></h2>
<h3 class="p1"><b>1. Nimm Deinen Sohn wirklich wahr!</b></h3>
<p class="p1">Regel nicht nur die Dinge um ihn und euch herum, sondern sei so offen und aufmerksam, dass Du merken kannst, was ihn gerade bewegt und beschäftigt. Was er für eine eigene Persönlichkeit ist, und wie viel er vielleicht schon von Dir und Deinen Eigenheiten durchscheinen lässt. Geschenke, egal wie toll sie auch sein mögen, ersetzen niemals das Bedürfnis nach Anerkennung und wirklicher Wertschätzung! Dieses „Gesehen-Werden“ Deines Sohnes, einzig, weil er da ist, bildet die beste Basis für ein stabiles Selbstbewusstsein in eurer Vater-Sohn-Beziehung.</p>
<h3 class="p1"><b>2. Nimm die Emotionen Deines Kindes ernst und hilf ihm dabei, einzuordnen, was es gerade fühlt.</b></h3>
<p class="p1">Ein Weinen, ein Schreien, ein wütendes Toben hat immer einen Grund. Alles hat eine Erklärung, die wir aber oftmals nicht (gleich) erkennen können. Wenn Dein Kind regelmäßig erklärt bekommt, dass das, was es gerade fühlt, nicht angemessen oder gar Quatsch ist, verlernt es, sich und seinen Empfindungen zu vertrauen. Damit wird es immer schwieriger, wichtige und starke Gefühle zu regulieren. Für eure Vater-Sohn-Beziehung (und für sämtliche Beziehungen Deines Sohnes) ist das eine Basis, die langwierige Folgen haben kann.</p>
<h3 class="p1"><b>3. Geh davon aus, dass Dein Kind in den ersten Lebensjahren fast immer kooperieren will.</b></h3>
<p class="p1">In 9 von 10 Fällen tut es das! Oft können wir das aus unserer Erwachsenen-Logik nur nicht erkennen! Wenn Kinder nicht kooperieren können, dann gibt es für sie nur 2 Möglichkeiten: Konfrontation (Aggression) oder Rückzug. Beide Dinge solltet ihr (als Eltern) sehr ernst nehmen und versuchen, zu verstehen, warum ihm in diesem Moment das „Nicht-Kooperieren“ so wichtig ist! Wenn Du nach und nach immer mehr Interesse zeigst und wirklich versuchst, Deinen Sohn zu verstehen, dann gibt es kaum eine bessere Basis für lebenslanges Vertrauen in Dich – und eine tiefere Vater-Sohn-Beziehung.</p>
<h3 class="p1"><b>4. Respektiere die Grenzen Deines Kindes!</b></h3>
<p class="p1">Auch wenn viele tief durchatmen, wenn Sie von Augenhöhe hören, aber genau darum geht es. Zu akzeptieren, dass auch Kleinkinder Bedürfnisse haben, die nicht ohne Schaden übergangen werden können, nur weil wir gerade denken, dass es besser für sie ist. Es hat sich bewährt, das Bedürfnis des Sohnes genauso wichtig zu nehmen, wie euer eigenes und auf dieser Basis einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden. Nur in Ausnahmefällen und wirklicher Gefahr ist es ratsam, seinem Sohn ein Verhalten abzuverlangen, das nicht im Einklang mit dieser prinzipiellen Augenhöhe steht. Die offensichtliche Macht, die wir als Vater haben, ist nicht dazu da, die Grenzen unseres Kindes so lange zu überschreiten, bis es wortwörtlich gebrochen ist! So stärkst Du langfristig das Vertrauen in eure Vater-Sohn-Beziehung.</p>
<h3 class="p1"><b>5. Bestraf ihn nicht!</b></h3>
<p class="p1">So logisch und üblich das bei vielen noch klingt, Strafen (oder „liebevolle“ Konsequenzen) sind absolut schädlich für eure Vater-Sohn-Beziehung! Euer Kind erlernt dadurch nicht etwa, sich so zu verhalten, wie Du es gerne hättest, sondern unterwirft sich aus Angst vor den „Konsequenzen“ Deiner Macht. Stell Dir die Frage, wie Du Dich als Kind bei einer Bestrafung gefühlt hast? Wie fühlt es sich an, wenn Du Dein Kind (wegen einer Kleinigkeit?) bestraft hast? Willst Du dieses Gefühl als Basis für eure Vater-Sohn-Beziehung haben?</p>
<h3 class="p1"><b>6. Lass die Neugier, Langeweile und Lust am Entdecken zu!</b></h3>
<p class="p1">Die meisten „gesunden“ Kinder brauchen nicht alle 2 Minuten ein neues Spielzeug, eine neue Ablenkung oder den nächsten väterlichen Impuls! Lass sie selbst suchen, entscheiden und spielen, egal was es ist. Erst wenn euer Sohn auch Langeweile annehmen und sie nutzen lernt, wird die vielgerühmte Kreativität gefördert. Ihr könnt dabei beobachten und als Spielpartner zur Verfügung stehen, wenn er euch dazu einlädt. Macht euch immer wieder bewusst, was für ein Wunder dieser kleine Mann eigentlich ist und wie viel Eigenes da schon ist! Diese Momente sind wertvoll für die <b>Vater-Sohn-Beziehung</b>.</p>
<h3 class="p1"><b>7. Entschuldige Dich!</b></h3>
<p class="p1">Wenn ihr Fehler gemacht oder einfach nur genervt wart: Nutzt die nächste Gelegenheit, euch aufrichtig zu entschuldigen! Euer Sohn merkt dadurch, dass er ernst genommen wird und dass auch Du, als erwachsener Mann, manchmal gestresst/wütend/traurig bist, und dass es ok sein kann, das zu zeigen. Er lernt dabei, auch bei sich genauer wahrzunehmen, was ein angemessener Umgang mit diesen Gefühlen ist und was es bedeutet, Verantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen. Auch ein Mann muss Verletzlichkeit zeigen können, sonst setzen wir die Schwierigkeiten der letzten Generationen fort und Dein Sohn wird sein Leben lang ebenfalls Schwierigkeiten haben. Eine Entschuldigung stärkt die Vater-Sohn-Beziehung nachhaltig.</p>
<h3 class="p1"><b>8. Achte auf die Atmosphäre und Dich selbst!</b></h3>
<p class="p1">Ihr wisst selbst, dass es am schwierigsten ist, liebevoll mit seinem Kind umzugehen, wenn man(n) selbst erschöpft, gereizt, am Limit ist. Versuche deshalb, mehr Ruhe und Ausgleich für Dich einzurichten. Nichts ist wichtiger als das! Wenn Dich berufliche oder andere private Themen belasten, geh sie an und trage die „negative Energie“ nicht in die wenige kostbare Zeit mit Deinem Sohn. Kinder spüren schon sehr früh, wie die Stimmung (Atmosphäre) ist, auch wenn sie noch nicht verstehen, was gesagt wird. Deine Anspannung, Wut und Sorge überträgt sich auf sie, so sehr Du sie auch zu verstecken versuchst. Achte auf Deine Stimmung, um die Vater-Sohn-Beziehung zu stärken.</p>
<h3 class="p1"><b>9. Übernimm ab sofort vollste Verantwortung!</b></h3>
<p class="p1">Wenn Du einen unschönen Umgang in eurer Vater-Sohn-Beziehung siehst und merkst, dass es immer wieder ähnlich (schlecht) läuft, übernimm die Verantwortung und schau, was Du bei Dir selbst ändern kannst, damit es anders wird. DU hast die Verantwortung für Eure Beziehung und Du kannst nur Wesentliches verändern, wenn Du Schuld nicht bei anderen oder gar Deinem Sohn suchst. Das kann auch heißen, sich Unterstützung zu holen, um belastende Themen anzugehen oder wesentliche Veränderungen in Deinem Leben umzusetzen, die längst überfällig sind.</p>
<h3 class="p1"><b>10. Sei ein Vorbild</b></h3>
<p class="p1">Sei das Vorbild, das Du gern gehabt hättest und das Dich selbst dazu bringt, jeden Tag ein wenig als Vater zu wachsen! Sag, und vor allem, zeig ihm, wie wichtig er Dir ist! Deine Haltung stärkt die Vater-Sohn-Beziehung.</p>
<p>P.S. Natürlich gilt all das auch in der Beziehung zu unseren Töchtern, auch hier haben wir als Väter eine ganze besonders wertvolle Rolle und Verantwortung!</p>
<p>WENN ihr dazu mehr lernen wollt und konkrete Situationen besser verstehen wollt, meldet euch bei mir für ein <a href="https://carstenvonnoh.de/kennenlerngespraech/">Erstgespräch</a> zur Unterstützung oder schaut euch meine <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminare</a> an. Bei Interesse schreibt mir eine Mail.</p>
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		<item>
		<title>Vater-Tochter-Beziehung – nach diesen 7 Dingen sehnt sich Deine Tochter insgeheim</title>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 17:41:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
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					<description><![CDATA[Vater-Tochter-Beziehung – nach diesen 7 Dingen sehnt sich Deine Tochter insgeheim So eng verbunden Töchter (und Söhne) in den ersten Lebensjahren mit ihrer Mutter zu sein scheinen, so schmerzlich sehnen sie sich als Erwachsene nach dem nicht-präsenten Vater der Kindheit. Eine starke Vater-Tochter-Beziehung wird immer wieder unterschätzt, ist aber maßgeblich für das Leben Deiner Tochter. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="2013" class="elementor elementor-2013" data-elementor-post-type="post">
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									<h2 style="text-align: left;"><b>Vater-Tochter-Beziehung – nach diesen 7 Dingen sehnt sich Deine Tochter insgeheim</b></h2><p>So eng verbunden Töchter (und Söhne) in den ersten Lebensjahren mit ihrer Mutter zu sein scheinen, so schmerzlich sehnen sie sich als Erwachsene nach dem nicht-präsenten Vater der Kindheit. Eine starke Vater-Tochter-Beziehung wird immer wieder unterschätzt, ist aber maßgeblich für das Leben Deiner Tochter.</p><p>Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, wie wichtig die Aufmerksamkeit, Akzeptanz, Unterstützung und Fürsorge des Vaters für die Entwicklung der Tochter zu einer jungen, selbstbewussten Frau sind. Eine gute Tochter-Vater-Beziehung stärkt das Selbstbewusstsein und die schulischen Leistungen¹, unterstützt ein gesundes Körperbewusstsein² und die psychische Gesundheit³.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p><span class="Apple-converted-space"> </span><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2014 " style="font-style: normal; font-variant-caps: normal;" src="https://www.vaterverantwortung.de/wp-content/uploads/2021/03/Bildschirmfoto-2021-03-11-um-18.44.07-300x200.png" alt="Vater-Tochter-Beziehung" width="391" height="261" /></p><p>Frauen mit einer starken Vater-Tochter-Beziehung treffen – laut Psychologie – bessere Entscheidungen bei der späteren Partnerwahl und trauen sich mehr zu. Sie brauchen die männliche Bestätigung nicht, denn sie haben ja Papas Unterstützung.</p><p>Das sind entscheidende Gründe, alles für eine gute Beziehung zu Deiner Tochter zu tun. Lese hier, welche 7 Dinge sich Deine Tochter insgeheim von Dir als Vater wünschen könnte und wie Du ein liebevoller und präsenter Vater mit einer starken Vater-Tochter-Beziehung wirst und bleibst – auch bei Hindernissen wie einer Scheidung.</p><p><b>Eine starke Vater-Tochter-Beziehung: Diese 7 Dinge könnte sich Deine Tochter von Dir wünschen</b></p><p><b>1. Sie sehnt sich nach </b><b>Dir</b><b>.</b></p><p>Vielleicht fühlst Du Dich abgewiesen, wenn Deine Tochter mal wieder nach Mama schreit. Auch wenn es sich so anfühlt: Es ist nicht persönlich gemeint. Kinder brauchen beide Elternteile. Manchmal Mama, manchmal Papa.</p><p>Als Vater hast Du Qualitäten, die kann eine Mutter nicht ersetzen. Ein abwesender Vater hinterlässt Spuren auf der Kinderseele, auch wenn eine andere (männliche) Bezugsperson einen großen Unterschied machen kann. Und selbst wenn Du anwesend bist, Dich aber aufgrund eigener Verletzungen emotional distanzierst, könnte Dich Deine Tochter schmerzlich vermissen. Das ist eine schwierige Situation für Deine Tochter: Sie weiß dann nicht einmal, wonach sie sich sehnt. Ihr Papa ist ja da, aber irgendwie auch nicht?</p><p>Umso wichtiger ist es, dass Du Dich selbst reflektierst: Bist Du ein präsenter Vater für Deine Tochter? Nimmst Du Dir <i>wirklich </i>Zeit für sie? Zeigst Du Interesse an ihren Hobbys und ihrem Leben, auch wenn Deine Interessen ganz anders sind?</p><p><b>2. Sie sehnt sich nach Akzeptanz.</b></p><p>Das gilt für Kleinkinder genauso wie für erwachsene Töchter. Sie mag sich gesehen, akzeptiert und richtig fühlen. Das Gefühl „Was ich gerade mache, findet mein Papa toll“ erfüllt eine Tochter mit Stolz.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Die Akzeptanz des Vaters als Vertreter des anderen Geschlechts ist sehr wichtig für das Selbstwertgefühl. Das gilt auch für die Teenie-Tochter in der Pubertät und ihren Musikgeschmack und die erwachsene Tochter und ihre Berufswahl.</p><p>Schau also genau hin, wo Du Deiner Tochter – bewusst oder unbewusst – das Gefühl von Ablehnung vermitteln könntest: Schnaubst Du, wenn sie Dir ein Lied ihrer Lieblingsband vorspielt? Vermeidest Du, mit ihr zu spielen, weil Du keinen Zugang zu „Mädchenspielzeug“ findest?</p><p>Versuche es anders: Biete Dich als Zuhörer und Spielpartner an, zeige Interesse und gebe positive Rückmeldungen. Stelle Gegenfragen. Freue Dich aufrichtig mit ihr. Egal ob ihr gemeinsam mit Traktoren und Rennautos spielt, Du sie zu waghalsigen Manövern auf dem Spielplatz ermutigst oder Du im imaginären Schminksalon als Kunde herhältst. Fokus und wirkliche Achtsamkeit stärken die Vater-Tochter-Beziehung – und das Selbstbewusstsein Deiner Kleinen.</p><p>Stelle Dir regelmäßig die Frage: Nimmst Du sie wirklich wahr?</p><p><b>3. Sie sehnt sich nach Verlässlichkeit.</b></p><p>Wutausbrüche und Schreien können ihr Angst machen. Reagierst Du häufig mit unverhältnismäßigen Gefühlsausbrüchen, solltest Du genauer hinsehen: Diese Reaktionen sind immer ein Zeichen für Verletzungen (aus der eigenen Kindheit), zu hoher Stress oder Überforderung.</p><p>Reagierst Du mal liebevoll, mal gereizt, kann Deine Tochter Dich nicht mehr einschätzen. Das schadet eurer Vater-Tochter-Beziehung. Du musst Deine Gefühle zwar nicht vor Deinen Kindern verstecken, aber Angst sollten sie vor Dir auch nicht haben.</p><p>Wenn Du müde, genervt, gestresst oder traurig bist, darfst Du das Deiner Tochter ruhig mitteilen. Das ist authentisch und spüren wird sie es sowieso. Sprichst Du es aber nicht an, denkt sie vielleicht, Deine Stimmung hätte etwas mit ihr zu tun. Sei am besten offen und sage „Ich bin noch müde von der Arbeit. Da war jemand gemein zu mir und das beschäftigt mich noch. Ich brauche noch etwas Zeit für mich, ok?“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p><b>4. Sie sehnt sich nach Sicherheit und Geborgenheit.</b></p><p>Kaum etwas fühlt sich so geborgen an, wie die starken Arme und das weiche Lachen des eigenen Papas. Liebevolle Gesten zwischen Vater und Tochter haben oft eine ganz andere Energie als zwischen Mutter und Tochter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Egal ob Deine Tochter ein Baby, ein Kleinkind, ein Teenager oder eine erwachsene Frau ist: Nutze jede Gelegenheit, ihr zu sagen oder ihr zu zeigen, wie sehr Du sie liebst und dass Du stolz auf sie bist. Bleibe in Deiner Beziehung zu ihr aufrichtig und echt, versuche auch in Konflikten Halt zu geben und zu kommunizieren, was Dich bewegt. Diese verbundene Klarheit ist es, die Deiner Tochter ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben kann. Das ist etwas, dass sehr gut die Beziehungsqualität der Mutter ergänzen kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Frage Dich ab und zu: Wo gibst Du Deiner Tochter Halt und wo bist Du zu sehr in Deinen eigenen Themen, die möglicherweise diese Klarheit und eigene Sicherheit verhindern?</p><p><b>5. Sie möchte, dass Du sie auffängst.</b></p><p>Wut, Trauer, Enttäuschung – Kinder kämpfen oft mit einem Wechselbad der Gefühle. Für Eltern kann das herausfordernd sein. Versuche Deiner Tochter gegenüber dennoch ruhig zu bleiben: Sie will Dich durch Weinen oder Quengeln nicht ärgern oder gar manipulieren. Meist ist es der Wunsch nach Selbstbestimmung ein Ausdruck von Enttäuschung oder einfach nur Stressabbau.</p><p>Es kann zur Stärkung eurer Vater-Tochter-Liebe beitragen, wenn Du bei Konflikten wie ein Fels in der Brandung für sie da bist, Sicherheit ausstrahlst und sie emotional auffängst. Ihr immer wieder aufs Neue Halt gibst.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Bei einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung und Verletzungen durch eine Scheidung – sowohl bei Dir als auch bei Deiner Tochter – kann das Aushalten Ihrer Gefühle und das Da-Sein ein gestörtes Verhältnis verbessern. Das hat aber zur Voraussetzung, dass wir lernen, unseren eigenen Emotionen zu trauen, sie wahrnehmen, regulieren und kommunizieren können. Einfach ist das natürlich nicht, aber es lohnt sich. <a href="https://carstenvonnoh.de/vater-coach-coaching-vaeter-eltern/">Gerade auch diese Prozesse unterstütze ich in meiner Beratung</a>.</p><p><b>6. Sie sehnt sich nach einem guten männlichen Vorbild.</b></p><p>Als erster Mann im Leben Deiner Tochter zeigst Du ihr, wie ein Mann ist bzw. sein kann. Dein Vorbild, eure Vater-Tochter-Bindung und Dein Verhalten zu der Mutter Deiner Tochter, prägt ihre spätere Partnerwahl, ihren gesamten Umgang mit Männlichkeit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Hat ein Mädchen eine gute Beziehung zum Vater, wird sie später eher einen guten Partner wählen und toxisches Verhalten nicht akzeptieren. Ist das Verhältnis zum Vater dagegen gestört oder gar von Missbrauch geprägt, wiederholen sich diese Muster häufiger in den Beziehungen der Tochter im Erwachsenenalter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Klingt nach einer riesigen Verantwortung, oder?</p><p>Ist es auch. Aber keine Angst: Dass Du Dich informierst, wie Du die Bindung zu Deiner Tochter verbessern kannst, zeigt, dass Du auf einem guten Weg bist. Es lohnt sich, gerade hier weiter zu lernen. (Link Seminare)</p><p><b>7. Sie möchte, dass Du ihre Grenzen respektierst.</b></p><p>Für Mädchen ist dieser Punkt besonders wichtig. Wenn ihre Grenzen immer und immer wieder übergangen werden, lernt sie, dass es normal ist, wenn ihr „Nein“ nicht akzeptiert wird und sie nicht immer über ihren eigenen Körper bestimmen darf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Töchter – so schlimm das klingen mag – haben ein hohes Risiko mindestens ein Mal in ihrem Leben sexuell belästigt zu werden. Dein achtsamer Umgang im Alltag lehrt sie, dass sie ihre Grenzen deutlich kommunizieren darf – immer und überall. Und wenn diese Grenzen doch einmal überschritten wurden, wird sie sich nicht denken „stell dich nicht so an“, sondern sich eher mit den ihr verfügbaren Mitteln zur Wehr setzen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Es ist wichtig, dass Deine Tochter schon im Kleinkindalter lernt, dass ihr „Nein“ zählt und es ihr Recht ist, eigene Entscheidungen zu treffen – vor allem in Bezug auf ihren Körper. Mütze an, Mütze aus? Solche Machtkämpfe sind in den meisten Fällen unnötig und belasten Deine Vater-Tochter-Beziehung.</p><p>Müssen ihre Grenzen aufgrund drohender Gefahren übergangen werden, solltest Du das so zeitnah wie möglich erklären. Oft können Alternativen und Lösungen auf Augenhöhe gefunden werden – es braucht jedoch viel Geduld und Verständnis für Deine Tochter. Sie ist ein eigenständiger Mensch und das egal, ob sie zwei oder zwanzig Jahre alt ist.</p><p><b>Abschluss:</b></p><p>Natürlich sind diese Aspekte für alle Kinder wichtig – nicht nur für Töchter. Und natürlich sollten im Idealfall beide Elternteile für ihre Kinder da sein, sich in ihren Fähigkeiten ergänzen. Doch gerade als Vertreter des anderen Geschlechts bist Du als Vater für Deine Tochter sehr wichtig. Das ist eine große Verantwortung, aber auch eine große Chance.</p><p>Meine <strong>Seminare für Väter</strong> sind für alle, die sich bewusst mit ihrer Vaterschaft auseinandersetzen, souveräner werden und ihre Vater-Kind-Beziehung weiter entwickeln wollen. <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Hier findet ihr die Seminare und Termine für 2021</a>.</p><p><b>Quellen:</b></p><p>¹<a href="https://www.researchgate.net/publication/276846854_Father_and_Daughter_Relationship_and_Its_Impact_on_Daughter&#039;s_Self-Esteem_and_Academic_Achievement" target="_blank" rel="noopener">Father and Daughter Relationship and Its Impact on Daughter’s Self-Esteem and Academic Achievement</a></p><p>² <a href="https://bpspsychub.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1348/014466505X53489" target="_blank" rel="noopener">Father‐daughter relationship and eating psychopathology: The mediating role of core beliefs</a> und <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24908149/" target="_blank" rel="noopener">Father-daughter relationship and the severity of eating disorders</a> und <a href="https://www.researchgate.net/publication/343819218_Father-daughter_relationship_dynamics_daughters&#039;_body_image_eating_patterns_and_empowerment_An_exploratory_study" target="_blank" rel="noopener">Father–daughter relationship dynamics &amp; daughters’ body image, eating patterns, and empowerment: An exploratory study</a></p><p>³ <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10826-014-9976-6" target="_blank" rel="noopener">Father–Daughter Attachment and Communication in Depressed and Nondepressed Adolescent Girls</a></p>								</div>
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		<title>10 Impulse für Väter nach Trennung oder Scheidung mit Kindern</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2021/02/18/zehn-impulse-fuer-vaeter-nach-trennung-oder-scheidung-mit-kindern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 15:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Gastartikel von Marianne Nolde, Familiengutachterin &#38; Autorin des Buches: Eltern bleiben nach der Trennung* Als Carsten mich fragte, ob ich einen Gastartikel zu diesem Thema schreiben möchte, habe ich überlegt: Welche Impulse würde ich gerade Vätern geben können, die für Mütter nicht ebenso zutreffen? Und ich stellte fest, im Grunde gilt alles, was ich dazu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Gastartikel von Marianne Nolde, Familiengutachterin &amp; Autorin des Buches: <a href="https://amzn.to/3axxUYt" target="_blank" rel="noopener">Eltern bleiben nach der Trennung</a>*</strong></h2>
<p>Als <a href="https://carstenvonnoh.de/ueber-mich/">Carsten</a> mich fragte, ob ich einen Gastartikel zu diesem Thema schreiben möchte, habe ich überlegt: Welche Impulse würde ich gerade Vätern geben können, die für Mütter nicht ebenso zutreffen? Und ich stellte fest, im Grunde gilt alles, was ich dazu weiß und vertrete, für Männer wie Frauen, aber vielleicht sind einzelne Themen für Männer mehr im Fokus, etwa das Wechselmodell.</p>
<p>Wie immer bei meinen Texten gilt: Ich kann nicht wissen, was genau auf dich und deine Familie zutrifft. Du wählst aus, welche Impulse passend sind. Da ich dich als Vater anspreche, schreibe ich von deiner Ex-Partnerin – falls es bei dir ein Ex-Partner ist, ist der natürlich mit gemeint.</p>
<h3><strong>1. Versorge deine Wunden.</strong></h3>
<p>Trennung tut weh, Trennung mit Kindern tut noch mehr weh. Selbst wenn du die Trennung gewollt hast, hast du dir sicher nicht gewünscht, dass deine Kinder diese Situation mit ausbaden müssen. Während der verlassene Elternteil oft mit seinem Selbstwert hadert, plagen den anderen Schuldgefühle, und meistens trauern beide auf die eine oder andere Art. In dieser Umbruchsituation ist es wichtig, dass du dich um dich selbst kümmerst und einen Weg findest, wie du heilen kannst. Suche dir passende Beratung, vernetze dich mit anderen Vätern, finde heraus, was dir Kraft gibt. Dafür Zeit und Energie aufzuwenden, nimmt deinen Kindern nichts von den gerade geringen Ressourcen weg. Denn es ist die Voraussetzung dafür, dass sie dich so bald wie möglich wieder als verlässlichen Vater erleben, der ihnen ein Gefühl von Sicherheit gibt, das in der Trennungssituation erstmal bröckelt. Mach es so, wie der Umgang mit Gefahrensituationen im Flugzeug vor dem Start erklärt wird: erst sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen und dann den Kindern, weil man ihnen nur helfen kann, wenn man nicht ohnmächtig wird.</p>
<h3><strong>2. Geh behutsam mit der Verletzung deiner Ex-Partnerin um.</strong></h3>
<p>Geh davon aus, dass auch deine Ex-Partnerin mit ihren Wunden beschäftigt ist – selbst wenn sie es war, die die Trennung herbeigeführt und sich sogar schon anderweitig verliebt hat. Vor allem in der ersten Zeit nach der Trennung ist die Gefahr groß, dass man sich bei Begegnungen ständig gegenseitig triggert, und das stört die Fähigkeit zur Kooperation, die den Kindern guttun würde. Sei gnädig mit dir und auch mit ihr. Komm nicht mit deiner neuen Partnerin, um die Kinder abzuholen, wenn du weißt, dass deine Ex-Partnerin dich noch sehr vermisst, und vermeide möglichst, ihr Schuldgefühle zu machen durch Vorwürfe oder leidenden Tonfall, wenn sie den Anstoß zur Trennung gegeben hat.</p>
<p>Respekt und Empathie in dieser Lage erfordern Selbstüberwindung, aber auch Mini-Schritte dahin lohnen sich. Gleichzeitig gibst du damit deinem Kind ein großartiges Vorbild, wie man Konflikte lösen kann, ohne dass dabei einer verlieren muss. Kinder machen einem alles nach. Auch deinen Umgang mit ihrer Mutter.</p>
<h3><strong>3. Sich als Eltern ergänzen statt zu wetteifern.</strong></h3>
<p>Als Gutachterin habe ich immer wieder erlebt, wie Eltern nach der Trennung schon fast verzweifelt um die Liebe ihrer Kinder wetteiferten. So als ob Kinder nur eine gewisse Menge an Liebe zur Verfügung hätten, und je mehr davon der andere bekommt, umso weniger bleibt für einen selbst übrig. Dabei glaube ich persönlich, dass Liebe ein nachwachsender Rohstoff ist. Je mehr Liebe fließen darf, in alle Richtungen, auch zu Großeltern, Freunden, ja sogar zu neuen Partnern, umso mehr fließt nach. Also keine Sorge, dass du ins Hintertreffen gerätst. Du musst nicht der bessere Elternteil sein, damit es deinem Kind gut geht. Du bringst einfach das ein, was du besonders gut geben kannst, und vielleicht verständigt ihr euch darauf, wer für bestimmte Gebiete vorrangig zuständig ist, die ihm liegen, vielleicht der Sport oder das Musische. Es gibt doch den Spruch, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen. Erlaub deinem Kind so ein Dorf. Du musst nicht alles allein können.</p>
<p><em>Sich unter Vätern auszutauschen, ist so eine &#8222;dörfliche Unterstützung&#8220; &#8211; Carstens <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminare</a> können dafür ein Anfang sein.</em></p>
<h3><strong>4. Das Machbare tun, sich nicht überfordern.</strong></h3>
<p>Neulich las ich von einer Mutter im Wechselmodell, die stolz darauf war, dass sie schon frühzeitig regelmäßig ein gemeinsames Abendessen als Familie eingeführt hatten. Bis sie später von ihren Kindern erfuhren: Sie hatten dieses gemeinsame Abendessen als anstrengende und krampfige Veranstaltung empfunden. Da vermute ich, die Eltern hatten sich schlicht überfordert, und Kinder sind nun mal besonders sensibel für Atmosphärisches.</p>
<p>Ich kann mich gut an diese etwas verkrampfte Atmosphäre mit dem Ex-Mann erinnern in der ersten Zeit nach der Trennung, da hätten wir den Kindern auch keine Freude mit regelmäßigen gemeinsamen Treffen machen können. Erst nach einer Zeit der Heilung auf beiden Seiten wurde es immer einfacher, und irgendwann – einige Jahre später – freute ich mich sogar, ihn mal wiederzusehen. Hab einfach Geduld mit dir, steh dazu, was psychisch noch zu schwerfällt, und arbeite gleichzeitig daran, dass es leichter werden kann (siehe Impuls eins).</p>
<p><a href="https://amzn.to/3axxUYt" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4946 size-medium" src="https://carstenvonnoh.de/wp-content/uploads/2021/02/Marianne_Nolde_Eltern_bleiben_nach_der_Trennung-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" srcset="https://carstenvonnoh.de/wp-content/uploads/2021/02/Marianne_Nolde_Eltern_bleiben_nach_der_Trennung-193x300.jpg 193w, https://carstenvonnoh.de/wp-content/uploads/2021/02/Marianne_Nolde_Eltern_bleiben_nach_der_Trennung.jpg 336w" sizes="(max-width: 193px) 100vw, 193px" /></a></p>
<p>Mariannes sehr empfehlenswertes Buch*</p>
<h3><strong>5. Wertschätzung für deine Ex-Partnerin ist auch Wertschätzung für dein Kind.</strong></h3>
<p>Dein Kind hat Gene von dir und von seiner Mutter und ist von euch beiden geprägt. Wenn du seine Mutter ablehnst, lehnst du in gewisser Weise auch all das ab, was dein Kind von ihr hat. Und wenn du ihre Mutter noch irgendwie wertschätzen kannst, wertschätzt du damit gleichzeitig diese Anteile in deinem Kind. Wenn es dir schwerfällt, hilft vielleicht diese Vorstellung: Ohne deine Ex-Partnerin würde es dieses Kind überhaupt nicht geben. Vielleicht hättest du andere Kinder mit einer anderen Frau. Aber dieses Kind, das du liebst, das gäbe es in deinem Leben nicht. Zumindest in dem Zusammenhang ist es mir immer leichtgefallen, dem Vater meiner Kinder dankbar zu sein. Und dass ich meine Dankbarkeit ihm gegenüber auch hin und wieder vor unseren Söhnen erwähnt habe, hat ihnen so gutgetan.</p>
<h3><strong>6. Dein Kind kann sich nur wünschen, was ihr ihm erlaubt – Kinder kooperieren.</strong></h3>
<p>Als Gutachterin habe ich viele Streitigkeiten zwischen Eltern erlebt, die sich aus Missverständnissen heraus entwickelt hatten. Oft waren beide überzeugt, das Gerichtsverfahren im Sinne ihres Kindes zu führen und sich für seine Wünsche einzusetzen. Manchmal hatte das Kind aber jedem von ihnen etwas anderes gesagt oder durch sein Verhalten signalisiert. Woran liegt das? Kinder bemühen sich darum, dass es ihren Eltern gut geht. Sie sind auf sie angewiesen; es ist auch ein Überlebensinstinkt, der sie dazu bringt, ihre Eltern in Zeiten von Schwäche oder Belastung zu unterstützen. Wenn sie sehen, dass die beiden wütend aufeinander sind oder traurig, dann wagen sie es nicht, dem einen zu zeigen, wie sehr sie den anderen noch lieben, oder Wünsche nach mehr Kontakt zu äußern, denn sie ahnen, dass sie damit ihre Eltern verletzen würden. Dadurch erhält jeder Elternteil dann aber einen falschen oder unvollständigen Eindruck von den Bindungen und Bedürfnissen des gemeinsamen Kindes.</p>
<p>Wenn ihr eurem Kind im Trennungsgespräch oder danach klarmacht, dass es selbstverständlich beide Eltern als Bindungspersonen weiter behalten soll, wird es sich freier fühlen, seine Gefühle euch beiden gegenüber auszuleben. Wenn es dir dann noch Schönes über die Zeit bei Mama erzählt oder dir anvertraut, dass es Mama gerade vermisst, ist das sozusagen ein Beweis für eure <a href="https://www.vaterverantwortung.de/vater-sohn-beziehung-10regeln/" target="_blank" rel="noopener">gelungene Bindung</a> und Grund zur Freude. Dein Kind vertraut dir. Es muss diesen Teil nicht ausklammern, wenn es bei dir ist.</p>
<h3><strong>7. Trau dich, Konflikte mit deinem Kind konstruktiv auszutragen.</strong></h3>
<p>Gerade wenn du ein Vater bist, der jetzt weniger Zeit mit seinem Kind verbringt als die Mutter, ist die Versuchung groß, diese Zeit so schön wie möglich zu gestalten und Konflikten keinen Raum zu geben. Dabei kann leider herauskommen, dass eure Beziehung sich „ausdünnt“, indem immer mehr ausgeklammert wird, und außerdem neigen unausgetragene Konflikte auf Dauer dazu, sich zu verfestigen. Finde heraus – und lass dir dabei gern helfen – wie du Konflikte konstruktiv austragen kannst. Jede gelungene Konfliktlösung stärkt eure Beziehung. Respektvolle Auseinandersetzung bedeutet für mich auch: Du bist mir wichtig. Ich lass das nicht einfach alles so laufen, weil es mir egal ist. Du bist mir nämlich nicht egal. Ich setze mich dafür ein, dass wir uns besser verstehen und uns dabei näherkommen.</p>
<p><em>Mehr zu einer gelingenden Vater-Kind-Beziehung findet ihr <a href="https://www.vaterverantwortung.de/vater-sohn-beziehung-10regeln/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</em></p>
<h3><strong>8. Deine Familie ist einzigartig.</strong></h3>
<p>Ich halte nichts von Patentlösungen für alle. Dazu sind Menschen zu unterschiedlich. In 36 Jahren als Gutachterin habe ich nicht zwei genau gleiche Menschen und nicht zwei genau gleiche Familiensysteme erlebt. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten, aber immer auch Unterschiede. Ich las neulich folgenden Spruch: Jeder Mensch ist wie alle anderen, jeder Mensch ist wie einige andere, und jeder Mensch ist wie kein anderer. Genauso ist das. Selbst Untergruppen wie „Hochsensible“ oder „Extrovertierte“ unterscheiden sich wieder im Einzelfall. Wie soll es da die eine optimale Lösung für alle geben?</p>
<p>Was ich stattdessen zu suchen empfehle: eine Lösung, die zu allen Beteiligten des eigenen Familiensystems passt. Selbst wenn statistisch erwiesen sein sollte, dass die Mehrzahl der Kinder in Betreuungsmodell X am besten gedeiht, heißt das gleichzeitig, dass für eine gewisse Anzahl Kinder dieses Betreuungsmodell nicht besser oder sogar schädlich ist. Es kommt auf das an, was euer Kind braucht und was ihr als Eltern einbringen und schaffen könnt.</p>
<h3><strong>9. Nicht welches Betreuungsmodell ihr lebt, sondern WIE ihr es lebt, macht den Unterschied.</strong></h3>
<p>Ob Residenzmodell, Wechselmodell oder Nestmodell – wie gut es eurem Kind mit dem Betreuungsmodell gehen wird, hängt nach meiner Einschätzung weniger mit dem Modell an sich zusammen, sondern mehr mit der Haltung, die ihr als Eltern einnehmt. Wenn ihr euch wechselseitig respektiert, dem Kind die Bindung an beide gönnt, wenn ihr kooperiert und euch über wichtige Dinge austauschen könnt, dann ist die Belastung eurer Kinder durch die Trennung gering, und dann habt ihr womöglich „glückliche Scheidungskinder“, wie Remo Largo das so provokativ als Buchtitel gewählt hat. Ich würde sagen, wir hatten glückliche Scheidungskinder, unsere sind jetzt in den Dreißigern, und wir lebten einvernehmlich ein Residenzmodell. Auch da geht Augenhöhe. Als ich die erwachsenen Kinder gefragt habe, ob sie ihren Vater, den sie an Wochenenden und in Ferien besuchten, als „vollwertigen“ Elternteil erlebt hätten, hatten sie Mühe, diese Frage überhaupt zu verstehen, so selbstverständlich war das für sie. Es konnte immer über ihn gesprochen oder telefoniert werden, er war insofern präsent, und es wäre mir nie in den Sinn gekommen, wichtige Entscheidungen nicht mit ihm abzusprechen.</p>
<h3><strong>10. Auch das Wechselmodell bietet Spielraum.</strong></h3>
<p>Als ich das erste Mal einen Vortrag von Frau Prof. Sünderhauf hörte, die damals das dicke Standardwerk zum Wechselmodell geschrieben hat, merkte ich auf, als sie erklärte, dass manche Studien schon eine Aufteilung ab mindestens 30:70 als Wechselmodell erfassen, wenn das Kind mit beiden Eltern auch Alltag lebt und bei beiden ein gefühltes Zuhause hat. Das unterscheidet sich zeitlich nicht mehr von den immer üblicheren erweiterten „Umgangszeiten“.</p>
<p>Ich fand sofort viel schöner, das als Doppelresidenz oder Wechselmodell zu werten und das Wort Umgang, das irgendwie nach einem Onkel- oder Tantenverhältnis klingt, dafür aufzugeben. Beide Eltern werden als weiterhin vollwertige Eltern definiert, und ich stelle mir vor, das macht auch etwas mit dem eigenen Selbstbild und dem, was auf die Kinder ausstrahlt. Dazu ist keine exakte 50:50-Aufteilung erforderlich, die ja in den allerwenigsten zusammenlebenden Familien so akribisch eingehalten wird. Da schauen beide Eltern, wie sie Beruf und Kinderbetreuung miteinander vereinbart bekommen. Das ist doch eine gute Basis auch für Vereinbarungen nach der Trennungszeit. Jeder tut, was er kann, man spricht das miteinander ab und entwickelt ein maßgeschneidertes Betreuungsmodell für die Familie, das auch eine faire und für beide praktikable Verteilung der finanziellen Verantwortlichkeiten umfasst. Klingt zu schön um wahr zu sein? Manchmal kann Mediation/<a href="https://www.vaterverantwortung.de/coaching-fuer-vaeter/" target="_blank" rel="noopener">Beratung</a> dabei helfen, dass es doch noch wahr wird.</p>
<p>Wenn ihr Mariannes hervorragendes Buch bestellen wollt, könnt ihr gern diesen <a href="https://amzn.to/3axxUYt" target="_blank" rel="noopener">Link</a>* nutzen, der zur Finanzierung dieses Blogs beiträgt.</p>
<p><em>P.S. WENN ihr in diesem Prozess glaubt, mit Unterstützung von mir, kann eure Trennungssituation besser gestaltet werden, meldet euch bei mir für ein <a href="https://carstenvonnoh.de/kennenlerngespraech/">Erstgespräch</a> zur Unterstützung oder schaut euch meine <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminare</a> an. Bei Interesse schreibt mir gern auch eine Mail.</em></p>
<p>*Werbe-Link zu Amazon.</p>
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		<title>Was wir von unseren Kindern lernen können</title>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 17:53:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Vater (und natürlich auch als Mutter) werden wir mit so vielen Dingen konfrontiert, die wir so nur sehr viel später oder gar nicht erleben würden. Kinder sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch unsere besten Lehrmeister. Unsere Vergangenheit und uns selbst besser verstehen Was wir von unseren Kindern lernen können, beginnt oft damit, dass [&#8230;]]]></description>
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									<div class="" data-block="true" data-editor="c59ho" data-offset-key="76c0l-0-0"><div class="_1mf _1mj" data-offset-key="76c0l-0-0"><p class="p1">Als Vater (und natürlich auch als Mutter) werden wir mit so vielen Dingen konfrontiert, die wir so nur sehr viel später oder gar nicht erleben würden. Kinder sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch unsere besten Lehrmeister.</p><h2 class="p1"><b>Unsere Vergangenheit und uns selbst besser verstehen</b></h2><p class="p1">Was wir von unseren Kindern lernen können, beginnt oft damit, dass sie uns an unsere eigene <b>Vergangenheit</b> erinnern. Unsere Erfahrungen als Kind, die uns zu dem gemacht haben, wer wir heute sind, kommen in vielen Momenten wieder hoch.</p><p class="p1">Was für eine Vatererfahrung habe ich gemacht? Was möchte ich davon an mein Kind weitergeben? Was will ich unbedingt ändern? Was hat mir in meiner Kindheit gefehlt, das ich jetzt stärker beachten möchte? Wie ist meine Mutter mit mir umgegangen? Wie habe ich sie in ihrer Elternbeziehung erlebt?</p><p class="p1">Kinder bringen uns dazu, diese Fragen zu stellen – bewusst oder unbewusst. Sie fordern uns auf, zu reflektieren, was wir ihnen mitgeben, wie wir mit ihnen kommunizieren und was wir von uns selbst zeigen oder erwarten.</p><h3 class="p1"><b>Alle Anteile in uns ernst nehmen lernen</b></h3><p class="p1">Eines der wichtigsten Dinge, die wir von unseren Kindern lernen können, ist der Umgang mit unseren „<b>dunklen Seiten</b>“. Kinder spiegeln uns oft direkt, manchmal so heftig, dass wir erschrocken oder sogar schockiert über uns selbst sind.</p><p class="p1">Wenn wir diese Seiten nicht ernst nehmen, sie (unbewusst) vielleicht erniedrigen oder (emotional) verletzen, spüren wir oft, wie sich das anfühlt – oder wie es sich bei uns als Kind angefühlt hat. Kinder geben uns die Chance, innezuhalten, uns selbst zu reflektieren und Dinge bewusst anders zu machen.</p><h3 class="p1"><b>Neue Belastungsgrenzen fordern neue Achtsamkeit</b></h3><p class="p1">Unsere <b>Belastungsgrenzen</b> werden durch Kinder oft neu definiert. Sie zeigen uns, wie viel wir wirklich leisten können – und auch, wie wichtig es ist, achtsam mit unseren Kräften umzugehen.</p><p class="p1">Die starken Veränderungen, die ein Kind mit sich bringt – neue Rollen, neue Kommunikationsformen und wenig Schlaf – stellen uns vor Herausforderungen. Was wir von Kindern lernen können, ist nicht nur, unsere Belastbarkeit zu steigern, sondern auch, mit Frust, Erschöpfung und Wut besser umzugehen.</p><h2 class="p1"><b><br />Kinder lehren uns, Beziehungen neu zu gestalten</b></h2><p class="p1">Unsere Kinder beeinflussen auch unsere <b>Beziehungen</b> – insbesondere <b>zu unseren eigenen Eltern</b> oder Schwiegereltern. Was wir von ihnen lernen können, ist die Fähigkeit, neue Grenzen zu setzen und alte Beziehungsmuster zu hinterfragen.</p><p class="p1">Kinder geben uns den Mut, Klarheit zu schaffen: Was tut uns gut, und was belastet uns? Diese Reflexion ermöglicht es uns, Beziehungen bewusster zu gestalten und vielleicht sogar auf einer neuen Basis wieder zueinander zu finden.</p><h2 class="p1"><b><br />Den Sinn des Lebens durch Kinder neu entdecken</b></h2><p class="p1">Was wir von Kindern lernen können, geht oft tiefer, als wir denken. Viele stellen sich erst nach der Geburt ihres Kindes die Frage nach dem <b>Sinn des Lebens</b>:</p><ul class="ul1"><li class="li1">Wie wichtig ist mir die Zeit mit meinen Kindern?</li><li class="li1">Kann und will ich meine berufliche Entwicklung hinten anstellen?</li><li class="li1">Macht das, was ich tue, wirklich Sinn?</li><li class="li1">Was soll einmal sein, wenn die Kinder aus dem Haus sind?</li><li class="li1">Muss ich vielleicht etwas ändern?</li></ul><p><br />All die Dinge, und da gibt es wahrscheinlich noch viel mehr, kann man auf sich zukommen lassen und dann von eigener Grübelei oder äußeren Umständen entscheiden lassen. Oder ich nehme mir einige dieser Fragen bewußt zu Herzen, tausche mich mit meiner Partnerin, einem Freund oder unter anderen Vätern darüber aus. Oft kann auch eine <a href="https://carstenvonnoh.de/vater-coach-coaching-vaeter-eltern/">professionelle Begleitung</a> hilfreich sein. Es lohnt sich, die Zeit mit den Kindern als die wohl wichtigste Entwicklungszeit als Erwachsener zu nutzen!</p></div></div><div class="" data-block="true" data-editor="c59ho" data-offset-key="t9vq-0-0">Wenn ihr euch mit anderen Vätern austauschen, reflektieren und weiterentwickeln wollt, schaut gern unter mein <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminarangebot</a>.</div>								</div>
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		<title>10 Impulse für Mütter zur Stärkung der Vater-Kind-Beziehung</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2020/08/25/10-impulse-fuer-muetter-zur-staerkung-der-vater-kind-beziehung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2020 14:28:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mütter]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Väter wünschen sich eine vergleichbare Beziehung zu ihren Kindern, wie Mütter das im besten Falle entwickeln können. Und auch viele Mütter merken, dass es den Männern an ihrer Seite nicht immer so gelingt, wie das vielleicht gut wäre. Gerade in Zeiten von Covid-19, fehlender Kinderbetreuung und den vielen damit verbundenen Schwierigkeiten gab und gibt [&#8230;]]]></description>
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									<p>Viele Väter wünschen sich eine vergleichbare Beziehung zu ihren Kindern, wie Mütter das im besten Falle entwickeln können. Und auch viele Mütter merken, dass es den Männern an ihrer Seite nicht immer so gelingt, wie das vielleicht gut wäre. Gerade in Zeiten von Covid-19, fehlender Kinderbetreuung und den vielen damit verbundenen Schwierigkeiten gab und gibt es die Möglichkeit, dass Väter größere Schritte hin zu einer guten Vater-Kind-Bindung machen können.</p><div><p>Die folgenden <strong>10 Impulse</strong>  helfen euch dabei, den Weg zu einer bewussteren, gleichberechtigten Elternschaft besser zu gestalten:</p><h4><strong>1. Beobachtet euch selbst im Verlaufe des Tages</strong></h4><p>Wie viel Aufmerksamkeit gebt ihr eurem Kind? Wie viel euch selbst und eurem Mann? Wenn ihr merkt, dass es dabei große Ungleichgewichte gibt, wird das auf Dauer zu Schwierigkeiten führen. Hier lohnt es sich, wenn immer möglich, bewusst Zeit auch für sich selbst und den Partner einzuplanen und das auch konsequent &#8222;umzusetzen&#8220;. </p><h4><strong>2. Hat der Vater eurer Kinder wirklich die Gelegenheit, Alltag mit euren Kindern zu verbringen?</strong></h4><p>Wie viel Zeit hat er allein mit dem Kind? Meine Erfahrung in der Arbeit mit Vätern und die Forschung zeigen: Erst wenn Väter volle Verantwortung übernehmen müssen, dürfen, können, gibt es eine große Lernkurve. Macht euch bewusst, dass ihr nicht alles leisten, im Blick oder gar unter Kontrolle haben müsst. Der Vater eurer Kinder ist im besten Falle die Ergänzung zu Deinen eigenen Stärken. Ihr beide habt gemeinsam so viel mehr Möglichkeiten, eure Kinder bestmöglich zu begleiten! Auch und besonders in Trennung.</p><h4><strong>3. Vertraut darauf, dass er seinen eigenen Weg finden wird, mit eurem Kind zu wachsen.</strong></h4><p>Genau wie ihr als Mütter, müssen auch Väter in ihre Rollen wachsen, lernen und auch Fehler machen. Vertraut darauf, dass auch Väter Trost und Geborgenheit spenden (lernen) können, auch wenn sie es selbst nicht ausreichend erfahren haben. Wenn Männer die Gelegenheit wahrnehmen (und auch bekommen), sich mit ihren Kindern (und euch als Partnerinnen) weiterzuentwickeln, gibt es nichts Besseres für die Bindungsbeziehungen in eurer Familie.</p><h4><strong>4. Gebt ihnen bewussten Spielraum, Tage auch anders zu gestalten, andere Akzente zu setzen.</strong></h4><p>Traut ihnen zu, gemeinsam mit den Kindern Fähigkeiten und Grenzen auszuloten. Und natürlich geht das oft ein wenig tollkühner zu, als ihr das angehen würdet. Dafür sind Väter aber u.a. da: Vertrauen in die Welt und die eigenen Fähigkeiten zu stärken, mutig sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, die sich stellen. Und gleichzeitig, emotionale Nähe zu zeigen, auch da zu sein, wenn ein Kind Trost und Verständnis braucht.</p><h4><strong>5. Achtet auf eure Mimik, auf eure Haltung und eure Worte dem Vater eurer Kinder gegenüber</strong></h4><p>Seid ihr hier genauso &#8222;auf Augenhöhe&#8220; wie mit eurem Kind? Akzeptiert ihr wirklich die Andersartigkeit des Vaters eurer Kinder? Kinder profitieren enorm davon, unterschiedliche Herangehensweisen zu erleben, sie können ohne weiteres mit ganz unterschiedlichen Stilen umgehen und gewinnen dadurch ungemein hinzu.</p><h4><strong>6. Macht ihr euch ständig Sorgen?</strong></h4><p>Steckt mehr Angst als Vertrauen in Dir, wenn es um das Abgeben von Verantwortung geht? Dann versuche herauszufinden, woher tiefergehende Ängste kommen und mach Dir immer wieder bewusst, wie gering das Risiko bei vielen Dingen am Ende ist. Und meine Erfahrung: Auch Väter können Verantwortung für die Sicherheit und die Entwicklung eurer Kinder übernehmen!</p><h4><strong>7. Wenn ihr merkt, euch fällt es schwer, dem Vater eures Kindes ausreichend Gelegenheit zu geben, überlegt woher eure Zurückhaltung kommen könnte.</strong></h4><p>Was habt ihr selbst für eine Vatererfahrung, wie stark haben eure eigenen Mütter das &#8222;Primat der Erziehung&#8220; vorgelebt? Was würdet ihr euch wünschen? Und was müsstet ihr dafür ändern? Schreibt dazu einmal eine Liste oder holt euch Unterstützung, wenn es zu oft zu Konflikten kommt.</p><h4><strong>8. Geteilte Verantwortung in wesentlichen Fragen</strong></h4><p>Für Eltern ist es oft schwierig, große Entscheidungen für ihr Kind gemeinsam und ohne großen Stress zu treffen. In einer Welt mit unzähligen Möglichkeiten, Hunderten Ratgebern und ständigen „wohlgemeinten“ Ratschlägen aus dem Umfeld, fühlen sich nicht nur getrennte Eltern manchmal überfordert. Hier ist es entlastend, wenn man akzeptiert, dass nicht nur EIN Elternteil für wichtige Fragen im Leben eures Kindes verantwortlich ist und ihr die Verantwortung gemeinsam tragt. Der wertschätzende Austausch zwischen euch und das gemeinsame Lernen ist das wichtigste Fundament für eine gute Atmosphäre für das Aufwachsen eurer Kinder.  Wenn ihr euch allein fühlt, thematisiere das. Bleibe dran.  </p><h4><strong>9. Ein Vater ist immer nur so gut mit seinen Kindern, wie er es mit sich selbst ist.</strong></h4><p>Ausgeglichenheit, Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung sind wichtige Faktoren, die die Beziehung zum Kind prägen. Genau wie Du, braucht ein Vater auch Auszeiten, Zeiten, in denen er selbst Dinge machen kann, die ihm die Sicherheit geben, auch noch ein eigenständiger Mann zu sein. Und nein, die Arbeit ist in den seltensten Fällen ausreichender Ort zum Ausgleich. Viele Väter nehmen allerdings ihre Verantwortung so ernst, dass sie ihre Grenzen permanent überschreiten und dadurch kaum noch präsent, liebevoll und zufrieden sein können.</p><h4><strong>10. Achtet auf euch als Paar.</strong></h4><p>Reserviert euch jede Woche Zeit für euch, Zeit, um über anderes als die Kinder zu sprechen, aber auch um wesentliche Familienthemen anzugehen. Nehmt die Väter eurer Kinder ernst, teilt eure &#8222;mental load&#8220; in einer Weise, die ebenfalls bedürfnisorientiert ist. In vielen Fällen ist Vätern nicht bewusst, wie viel ihr (allein) schultert und wie gut euch Wertschätzung dafür tut. Doch im besten Falle könnt ihr euch gegenseitig dabei unterstützen, die hohe Verantwortung für eure Familie zu übernehmen und zu teilen.</p><p>*Eigenwerbung*<br />Wenn ihr das Gefühl habt, ihr habt als Paar eine vertrauensvolle Beziehung, aber der Vater eurer Kinder würde sich über Austausch und Lernen mit anderen Vätern freuen, kann ich euch auch meine intensiven <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminare</a> ans Herz legen, gern auch als Gutschein, der gerade in diesen unsicheren Zeiten für alle Seminare in 2021 und 22 gilt.</p><p>Passt auf euch auf!</p></div>								</div>
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