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	<title>Väter &#8211; Carsten Vonnoh</title>
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	<description>Väter in Verantwortung</description>
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	<title>Väter &#8211; Carsten Vonnoh</title>
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		<title>Eltern sein und Paar bleiben – Wie Beziehung auch im Familienalltag lebendig bleiben kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[s.schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2025 10:10:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mütter]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
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					<description><![CDATA[Eltern zu werden verändert alles. Nicht nur unseren Alltag, unser Schlafverhalten, unsere Routinen – sondern auch unsere Beziehung. Manche sprechen von einem Bruch, andere von einer neuen Tiefe. Die Wahrheit ist oft beides zugleich: Wir verlieren einander, während wir wachsen. Meistens, ohne es zu merken. Und wir kommen uns manchmal erst dann wirklich nah, wenn [&#8230;]]]></description>
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<p>Eltern zu werden verändert alles. Nicht nur unseren Alltag, unser Schlafverhalten, unsere Routinen – sondern auch unsere Beziehung. Manche sprechen von einem Bruch, andere von einer neuen Tiefe. Die Wahrheit ist oft beides zugleich: Wir verlieren einander, während wir wachsen. Meistens, ohne es zu merken. Und wir kommen uns manchmal erst dann wirklich nah, wenn wir einander fremd geworden sind.</p>



<p>Ich schreibe diesen Text, weil ich weiß, wie viele Paare in genau diesem Spannungsfeld leben. Weil ich selbst erlebt habe, wie schwer es ist, sich nicht aus den Augen zu verlieren, wenn das Kind weint, die Wäsche wartet, der Job drückt und keiner mehr weiß, wann das letzte Mal Nähe war. Und weil ich glaube: Wir brauchen eine neue Ehrlichkeit. Und neue Räume – jenseits von Ratgeberfloskeln und Schuldgefühlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Beziehung beginnt da, wo keiner mehr funktionieren kann</strong></h2>



<p>Viele Paare geraten genau dann in Krisen, wenn sie anfangen, Verantwortung zu übernehmen. Wenn das erste Kind da ist. Wenn Schlaf fehlt, Intimität abbricht und Bedürfnisse immer nur hintenangestellt werden. Es ist ein Paradox: Wir wachsen über uns hinaus – und verlieren genau darüber unsere Verbindung. Obwohl wir es doch alle gut machen wollen…</p>



<p>Was ich in meiner Arbeit mit Paaren und Eltern immer wieder sehe: Es ist nicht das Kind, das trennt. Es ist nicht der Stress, der die Liebe kaputt macht. Es ist die fehlende Sprache für das, was wir erleben. Es ist der Mangel an Respekt für das, was der andere durchmacht. Und es ist die Angst, zu viel zu wollen – oder zu wenig zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was sich wirklich verändert, wenn wir Eltern werden</strong></h2>



<p>Die Ankunft eines Kindes verändert unsere Identität. Vater sein, Mutter sein – das ist keine neue Rolle, das ist eine Verschiebung unseres gesamten Selbstbildes. Und mit dieser Verschiebung verändert sich auch, wie wir lieben, wie wir kommunizieren, wie wir Grenzen setzen.</p>



<p>Plötzlich geht es nicht mehr nur um zwei Menschen. Sondern um ein Drittes. Um Verantwortung. Um geteilte Aufmerksamkeit. Um ein neues Gleichgewicht, das wir nicht gelernt haben.</p>



<p>Dabei stoßen viele Paare an ihre Grenzen, weil sie nie gelernt haben, mit diesen Spannungen umzugehen. Weil in ihrer eigenen Herkunftsfamilie Nähe an Bedingungen geknüpft war. Weil Liebe mit Anpassung verwechselt wurde. Oder weil Konflikt als Scheitern galt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Paare oft nicht aussprechen</strong></h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ich vermisse dich.“<br>„Ich fühle mich allein mit allem.“<br>„Ich weiß nicht mehr, ob du mich noch liebst.“</p>
</blockquote>



<p>Diese Sätze bleiben oft unausgesprochen. Weil niemand den anderen noch zusätzlich belasten will. Weil der Ton schon so gereizt ist. Weil es keine guten Vorbilder gab. Weil wir unbewusst gegeneinander kämpfen.</p>



<p>Stattdessen sprechen wir über To-dos. Über Windeln. Über Kita-Plätze. Über Termine. Und irgendwann nur noch über das, was nicht funktioniert.</p>



<p>Aber Liebe stirbt nicht durch Streit. Sie stirbt durch Gleichgültigkeit. Durch Sprachlosigkeit. Durch fehlende Zärtlichkeit im Alltag.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Alltag ist der Ort, an dem Beziehung lebt – oder stirbt</strong></h2>



<p>Was ich Eltern immer wieder mitgebe: Beziehung beginnt nicht im Urlaub oder am Paarabend. Beziehung beginnt in der Küche. Beim Windelwechsel. Beim Hinsehen, wenn der andere gerade am Limit ist. Beziehung braucht keine Inszenierung. Sondern Präsenz.</p>



<p>Präsenz bedeutet: Ich nehme wahr, wie es dir geht – auch wenn ich selbst kaum Kraft habe. Ich bleibe ansprechbar. Ich nehme dich ernst, auch wenn ich dich gerade nicht verstehe. Und: Ich mute mich selbst zu, statt mich abzuschotten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die größten Fallen im Beziehungsalltag junger Eltern</strong></h2>



<ol class="wp-block-list" start="1">
<li><strong>Vergleichen statt Verstehen.</strong>&nbsp;Wer macht mehr? Wer ist erschöpfter? Wer hat Recht? Solche Kämpfe haben selten einen Gewinner.</li>



<li><strong>Sich zurückziehen statt sprechen.</strong>&nbsp;Viele Männer schweigen. Viele Frauen erklären zu viel. Beide bleiben allein.</li>



<li><strong>Nur noch als Eltern funktionieren.</strong>&nbsp;Nähe und Begehren verschwinden, wenn wir uns nur noch als Team und nicht mehr als Liebespaar erleben.</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was helfen kann – auch ohne Paartherapie</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Regelmäßige Check-ins.</strong>&nbsp;20 Minuten wöchentlich: Was war schön? Was war schwer? Was brauche ich?</li>



<li><strong>Bewusste Berührungen im Alltag.</strong>&nbsp;Nicht erst im Bett, sondern bei der Begrüßung, in der Küche, im Vorbeigehen.</li>



<li><strong>Fehlerkultur üben.</strong>&nbsp;Es ist nicht schlimm, sich zu streiten. Aber entscheidend ist, wie wir wieder zueinander finden.</li>



<li><strong>Weniger Richtig oder Falsch – mehr Beziehung.</strong>&nbsp;Die Frage ist nicht: Wer macht es besser? Sondern: Wie geht es dir – und wie geht es uns?</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Kinder spüren, wenn die Eltern sich verlieren</strong></h2>



<p>Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Aber sie brauchen Eltern, die miteinander in Verbindung bleiben. Die Konflikte klären. Die sich entschuldigen können. Die Nähe leben – und Grenzen achten.</p>



<p>Wenn Kinder sehen, dass Liebe auch im Chaos bestehen kann, dass Nähe nicht aufhört, wenn es schwierig wird – dann lernen sie Beziehung. Dann lernen sie Bindung. Dann lernen sie: Ich darf echt sein. Und ich bin sicher.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wir brauchen neue Bilder von Elternschaft – und Partnerschaft</strong></h2>



<p>Nicht: Mutter opfert sich auf, Vater arbeitet durch.<br>Nicht: Einer zieht sich zurück, der andere explodiert.<br>Nicht: Nur noch über die Kinder sprechen.</p>



<p>Sondern: Gemeinsames Ringen. Gemeinsames Wachsen. Gemeinsames Fehler machen – und wieder aufeinander zugehen. Unterstützung suchen.</p>



<p>Ich glaube, dass Elternsein eine der größten Chancen ist, Beziehung neu zu lernen. Persönlichkeitsentwicklung 2.0. Nicht weil es leicht ist – sondern weil wir gezwungen sind, hinzuschauen. Weil es uns ehrlich macht. Weil wir gar nicht anders können, als uns zu zeigen. Mit allem, was uns ausmacht.</p>



<p>Und ja, manchmal passt es nicht mehr. Manchmal ist eine Trennung heilsamer als ein Festhalten. Aber so oft erlebe ich: Wenn wir anfangen, wieder wirklich zuzuhören – dann wird etwas möglich. Etwas Echtes.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eltern sein. Paar bleiben. Echt werden.</strong></h2>



<p>Wenn du spürst, dass in deiner Beziehung gerade mehr Distanz als Nähe ist, mehr Organisation als Zärtlichkeit, mehr Wut als Verständnis – dann bist du nicht allein. Und es ist kein Zeichen von Scheitern. Sondern von Herausforderung. Von Entwicklung. Von Leben.</p>



<p><em>→ Du willst tiefer einsteigen? <a href="https://vaterherz.de/checkliste/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier findest du meine eine Checkliste</a>, um zu schauen, wo ihr genauer hinschauen könnt.</em></p>



<p>Beziehung ist keine Belohnung für gute Organisation. Sie ist ein tägliches Wagnis. Aber ein lohnendes.</p>



<p>Bleibt in Verbindung. Auch dann, wenn es schwierig wird.</p>



<p>Gerade dann. Jeden Tag neu.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bedürfnisorientierte Erziehung für Väter – warum sie auch für uns so wichtig ist</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2023/03/11/beduerfnisorientierte-erziehung-fuer-vaeter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Mar 2023 15:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der bedürfnisorientierten Erziehung – im Englischen „Attachment Parenting“ genannt – geht es ursprünglich um den Aufbau einer engen Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern. Es geht um die emotionale und körperliche Nähe und Bedürfnisse, die wahrgenommen und genährt werden sollen. Keine Umarmung, kein Tragen ist für ein Baby zu viel. Babys sollen „verwöhnt“ werden mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Bei der bedürfnisorientierten Erziehung – im Englischen „Attachment Parenting“ genannt – geht es ursprünglich um den Aufbau einer engen Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern. Es geht um die emotionale und körperliche Nähe und Bedürfnisse, die wahrgenommen und genährt werden sollen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Keine Umarmung, kein Tragen ist für ein Baby zu viel. Babys sollen „verwöhnt“ werden mit Kuscheleinheiten im Familienbett und dem Tragen im Tragetuch. Die Bedürfnisse von Kleinkindern und älteren Kinder sollen gehört, beachtet und nach Möglichkeit erfüllt werden.</p>
<p style="font-weight: 400;">Damit steht die bedürfnisorientierte Beziehung, kurz BO, im klaren Gegensatz zu autoritären Erziehungsstilen, die in vorherigen Generationen populär waren. Es gibt Gegner und Befürworter dieses Erziehungsstils. Gegner meinen, Kinder werden durch eine bedürfnisorientierte Erziehung „verwöhnt und verhätschelt“, der Ansatz wäre zu komplex und im Alltag nicht zu stemmen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Befürworter sagen, ein bindungsorientierter Erziehungsstil hilft Kindern, zu selbstbewussteren Erwachsenen heranzuwachsen. </strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Die sichere Bindung zu den Eltern und das starke Urvertrauen machen das möglich. Sind Kinder sicher gebunden¹ und wissen, dass die Eltern uneingeschränkt hinter ihnen stehen, können sie jederzeit zu ihrem „sicheren Hafen“ (den Eltern) zurückkehren.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Woher kommt Attachment Parenting?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Attachment Parenting (Deutsch: Bindungs- oder Bedürfnisorientierte Erziehung) ist kein neues Konzept. Den Ursprung in der heutigen Form fand die BO in den 1980er-Jahren in den USA. Die Grundelemente wurden in dem 1982 veröffentlichen Buch „Creative Parenting“ von William Sears beschrieben. Damals ging es vor allem um eine enge Mutter-Kind-Beziehung, die ab Geburt gefördert werden sollte. In späteren Publikationen fasste Sears die Grundlagen des Attachment Parentings in den „7 Baby-Bs“ zusammen.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Die 7 Baby-Bs nach William Sears aus dem Buch „Attachment Parenting“ (2001)</strong>²<strong>:</strong></h3>
<ol>
<li>Körper- und Augenkontakt zwischen Mutter und Kind sollten sofort nach der Geburt erfolgen („Birth bonding“).</li>
<li>Das Baby sollte nach Möglichkeit gestillt werden („Breastfeeding).</li>
<li>Das Baby sollte so oft wie möglich am Körper getragen werden („Babywearing“).</li>
<li>Eltern sollten in der Nähe des Babys schlafen („Bedding close to baby“).</li>
<li>Das Weinen des Babys sollte immer beachtet werden („Belief in the language value of your baby’s cry“).</li>
<li>Schlaftraining sollte abgelehnt werden („Beware of baby trainers“).</li>
<li>Die Bedürfnisse von Mutter und Kind sollten im Gleichgewicht sein („Balance“).</li>
</ol>
<p style="font-weight: 400;">Viele der Baby-B’s sind intuitiv. Unsere Vorfahren, die Jäger und Sammler, erfüllten mehrere der von Sears beschriebenen Verhaltensweisen. In Deutschland und in anderen westlichen Ländern wurde jedoch lange ein ganz anderer Umgang mit Babys propagiert.</p>
<p style="font-weight: 400;">Erziehungsratgeber wie „Die Mutter und ihr erstes Kind“ prägten den Erziehungsstil in Deutschland. Bei der ersten Ausgabe des Buches, das 1934 erschien, rat die Autorin Dr. Johanna Haarer einen möglichst distanzierten, aus heutiger Sicht grausamen Umgang mit Säuglingen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Neugeborene sollten zwar gestillt, aber nicht häufig getragen werden. Stillen diente lediglich der Nahrungsaufnahme – nicht etwa zum Näheaufbau oder zur Beruhigung. Ältere Babys sollten nachts nicht gefüttert, sondern schreien gelassen werden.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Bindungsorientierte Erziehung </strong><strong>= Laissez-faire?</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Bindungsorientierte Erziehung wird von Kritikern immer wieder mit der Laissez-faire Erziehung gleichgesetzt. Bei diesem Erziehungsstil gibt es keine Regeln. Die Eltern verhalten sich passiv und greifen selbst in Konfliktsituationen nicht ein. <strong>Die Bedürfnis- oder Bindungsorientierte Erziehung grenzt sich jedoch klar von Laissez-faire ab.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Bei der Bedürfnisorientierten Erziehung geht es um die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. <strong>Kinder werden begleitet, sie werden nicht regellos sich selbst überlassen.</strong> Ihre Bedürfnisse und Grenzen werden wahrgenommen, geachtet und nach Möglichkeit erfüllt.</p>
<p style="font-weight: 400;">Doch auch die Eltern haben Bedürfnisse und Grenzen, die gewahrt werden müssen. <strong>Bei BO sollten idealerweise die Bedürfnisse und Grenzen aller Familienmitglieder geachtet werden.</strong> Das wird nicht selten übersehen, gerade in Phasen der Überforderung und dem Autopilot-Modus. Eltern müssen in Kontakt mit ihren Kindern treten, das Verhalten der Kinder ohne Bewertung hinterfragen, emphatisch reagieren und sich selbst reflektieren. Gerade immer wieder dazu lernen, davon auszugehen, dass alles Verhalten seinen Sinn hat, scheint mir hier wesentlich zu sein.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Wünsche und Bedürfnisse – wie die bedürfnisorientierte Beziehung die Grenzen aller wahrt</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Bei der bedürfnisorientierten Erziehung ist es wichtig, im Gleichgewicht zu bleiben, auch und vielleicht besonders als Vater. <strong>Wer alle Bedürfnisse und Wünsche seiner Kinder erfüllt, läuft Gefahr, seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu übergehen. </strong>Das passiert häufig. Wir alle wollen nichts falsch machen. Wir möchten unseren Kindern uneingeschränkte Sicherheit bieten und immer für sie da sein.</p>
<p>Das Resultat ist jedoch, dass Mütter und Väter schnell an ihre Grenzen kommen, genervt, gestresst oder wütend reagieren. <strong>Idealerweise sollten bei einem bedürfnisorientierten Erziehungsstil alle Bedürfnisse beachtet werden – auch die der Eltern</strong>. Nicht zuletzt Väter haben immer wieder ein schlechtes Gewissen, wenn sie scheinbar nicht genügend ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken. Unsere Verantwortung als Eltern ist es, möglichst alle Bedürfnisse anzuerkennen, auch wenn ich sie nicht immer erfüllen kann. Eltern dürfen und sollen authentisch reagieren. Sie dürfen sagen „Das macht mich traurig“ oder „Ich möchte das nicht!“ und nach Möglichkeiten suchen, die für alle tragbar sind. Gerade persönliche Grenzen, die liebevoll und klar vermittelt und gehalten werden, sind hier aus meiner Erfahrung entscheidend.</p>
<p><em>Was hier so einfach klingt, ist in der Praxis am Anfang nicht einfach. In meinen <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminaren</a> gebe ich dafür Unterstützung.</em></p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Oft wird BO auch falsch verstanden</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Es müssen nicht alle Wünsche des Kindes erfüllt werden.</strong> Viel mehr müssen Eltern herausfinden, ob ein Bedürfnis hinter dem Wunsch des Sohnes oder der Tochter steckt. Vielleicht steht Hunger hinter dem Wunsch nach dem dritten Eis, vielleicht auch Anerkennung oder Aufmerksamkeit. <strong>Können Wünsche nicht erfüllt werden, sollten Eltern den entstehenden Frust begleiten, ohne das Gefühl negativ zu bewerten, zu schimpfen oder zu strafen. </strong>Oft ist es für ein Kind hilfreich, zu hören, dass wir das Bedürfnis gesehen haben, auch wenn wir es nicht erfüllen können.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Bedürfnisorientierte Erziehung – hier liegen die Herausforderungen</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Während viele Eltern heute zum Glück schon intuitiv sehr liebevoll auf die Bedürfnisse ihres Babys eingehen, wird das ab dem Kleinkindalter schwieriger. Dann kommen die „guten Ratschläge“ von Verwandten und Passanten.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Vielleicht hast Du solche oder ähnliche Sätze selbst schon einmal gehört:</strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>„Lass das Kind schreien, das kräftigt die Lungen.“<br />
„Du musst Dein Kind auch mal bocken lassen.“<br />
„Kinder müssen folgen!“<br />
„Der tanzt euch doch auf der Nase herum.“<br />
„Sie schläft noch in eurem Bett? So wird sie nie selbstständig!“</em></p>
<p style="font-weight: 400;">Gepaart mit unseren eigenen Glaubenssätzen, verunsichern diese Kommentare. Vor allem dann, wenn das Kind sich mitten im Supermarkt auf den Boden wirft oder bei der Familienfeier sich bockig und unhöflich verhält. Die Umwelt sieht sich im Recht, das die Bindungsorientierte Erziehung das Kind „verzieht“.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Ich weiß aus eigener Erfahrung: Der Weg der Bedürfnisorientierten Erziehung ist nicht der einfachste.</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Kinder dürfen bei Familienentscheidungen mitreden. Kinder dürfen Wünsche und Bedürfnisse äußern. Sie schlafen jahrelang im Familienbett. Und: <strong>Kinder müssen nicht uneingeschränkt folgen und dürfen ihre Gefühle zeigen – ohne dafür bestraft, geschimpft oder ignoriert zu werden.</strong> Das alles kann sehr herausfordernd und kräftezehrend sein – vor allem wenn Du als Kind vielleicht selbst ganz anders aufgewachsen bist.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Attachement-Parenting-Papa – was Du Dir vielleicht selbst von Deinem Vater gewünscht hättest</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Aus meiner Arbeit mit Vätern weiß ich, dass die Bindungsorientierte Erziehung gerade uns Männern schwerfällt.</strong> Jungs werden eher dazu sozialisiert, keine Traurigkeit zu zeigen oder Schwächen zuzugeben, für alles Lösungen parat zu haben. „Stell Dich nicht so an“ oder „Du bist doch kein Baby mehr“ waren und sind heute noch häufige Antworten auf die Gefühle der Kleinen. Bei der Bindungsorientierten Erziehung sollen Eltern jedoch gerade diese Gefühle wahrnehmen, benennen und begleiten. Alle Bedürfnisse sollen ernst genommen werden.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Und hier liegt die große Herausforderung:</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Wenn Du in der eigenen Kindheit diese Gefühle nie ausleben durftest, ist das Aushalten und Begleiten der Gefühle beim eigenen Kind nicht einfach zu bewältigen. <strong>Es ist möglich, dass Du mit einer heftigen Ablehnung oder Wut reagierst, die aus dem Nichts zu kommen scheint.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Doch genau das ist der Punkt: <strong>Deine Reaktion auf die negativen Gefühle Deiner Kinder kommt nicht aus dem Nichts.</strong> Sie rührt aus der eigenen Kindheit. Es sind Triggerpunkte, die aus Deinem Inneren ins Äußere gelangen und unreflektiert Dein geliebtes Kind treffen.</p>
<h3 style="font-weight: 400;"><strong>Die Entscheidung liegt bei Dir:</strong></h3>
<p style="font-weight: 400;">Reagierst Du genau so auf Dein Kind, wie Deine Eltern auf Dich reagierten? Lehnst Du die Gefühle Deines Kindes ab, ignorierst oder bestrafst es dafür? Oder hältst Du inne, reflektierst und reagierst so, wie Du es Dir als Kind vielleicht sehnlichst gewünscht hättest? Empathisch und liebevoll?</p>
<p>Einen anderen Weg als den gelernten einzuschlagen, kann herausfordernd sein. Das heißt, <strong><span style="font-weight: 400;">Du musst lernen, achtsam mit Dir selbst und Deinen Kindern umzugehen, du musst reflektieren lernen und deine eigenen Gefühle wahrnehmen. Nicht von heute auf morgen, es reicht, nach und nach Schritte in eine </span>achtsamere Richtung </strong>zu gehen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Aber dieser Weg lohnt sich: Er ist lehrreich, heilsam und führt zu einer engen Beziehung mit Deinem Kind.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">In meinen <a href="https://carstenvonnoh.de/vater-coach-coaching-vaeter-eltern/">Coachings</a> und <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminaren</a> zeige ich Dir, wie Du den Alltag mit Deinen Kindern entspannter und wertschätzender gestalten kannst. Kontaktiere mich gerne für ein kostenloses <a href="https://carstenvonnoh.de/kennenlerngespraech/">Erstgespräch</a> mit Deinem persönlichen Anliegen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Quellen:</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">¹Vgl. die Bindungstheorie nach Bowlby in „Bindung als sichere Basis. Grundlagen und Anwendung der Bindungstheorie.” (2008) – weitere Informationen zum Beispiel <a href="https://www.profiling-institut.de/kindliche-bindung" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>
<p style="font-weight: 400;">² <a href="https://www.amazon.de/Attachment-Parenting-Book-Commonsense-Understanding/dp/0316778095" target="_blank" rel="noopener">The Attachment Parenting Book: A Commonsense Guide to Understanding and Nurturing Your Baby (2001)</a></p>
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			</item>
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		<title> 10 Tipps für eine starke Vater-Sohn-Beziehung: Für Väter, die es ernst meinen!</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2021/08/24/vater-sohn-beziehung-10regeln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2021 12:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bindung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
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		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wenn man starke, liebevolle Männer in der Gesellschaft haben will, muss man auch den kleinen Jungs die Gelegenheit geben, mit starken, liebevollen Vätern groß zu werden!“ (Gerald Hüther, Neurobiologe) Damit müssen wir in unserer Generation ernsthaft beginnen! Das bedeutet, dass wir uns diese einzigartige Beziehung – die Vater-Sohn-Beziehung – immer wieder in Erinnerung rufen und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><i>„Wenn man starke, liebevolle Männer in der Gesellschaft haben will, muss man auch den kleinen Jungs die Gelegenheit geben, mit starken, liebevollen Vätern groß zu werden!“ (Gerald Hüther, Neurobiologe)</i></p>
<p class="p1">Damit müssen wir in unserer Generation ernsthaft beginnen! Das bedeutet, dass wir uns diese einzigartige Beziehung – die Vater-Sohn-Beziehung – immer wieder in Erinnerung rufen und unsere Verantwortung bewusst annehmen, sie pflegen und entfalten, besonders wenn wir wenig Zeit mit unseren Söhnen haben!</p>
<p class="p1">In diesem Blogbetrag habe ich dir einige fundamentale Anregungen zusammengefasst, wie Du Deine Vater-Sohn-Beziehung stärken kannst.</p>
<h2 class="p1"><b>So kannst Du Deine Vater-Sohn-Beziehung aktiv fördern</b></h2>
<h3 class="p1"><b>1. Nimm Deinen Sohn wirklich wahr!</b></h3>
<p class="p1">Regel nicht nur die Dinge um ihn und euch herum, sondern sei so offen und aufmerksam, dass Du merken kannst, was ihn gerade bewegt und beschäftigt. Was er für eine eigene Persönlichkeit ist, und wie viel er vielleicht schon von Dir und Deinen Eigenheiten durchscheinen lässt. Geschenke, egal wie toll sie auch sein mögen, ersetzen niemals das Bedürfnis nach Anerkennung und wirklicher Wertschätzung! Dieses „Gesehen-Werden“ Deines Sohnes, einzig, weil er da ist, bildet die beste Basis für ein stabiles Selbstbewusstsein in eurer Vater-Sohn-Beziehung.</p>
<h3 class="p1"><b>2. Nimm die Emotionen Deines Kindes ernst und hilf ihm dabei, einzuordnen, was es gerade fühlt.</b></h3>
<p class="p1">Ein Weinen, ein Schreien, ein wütendes Toben hat immer einen Grund. Alles hat eine Erklärung, die wir aber oftmals nicht (gleich) erkennen können. Wenn Dein Kind regelmäßig erklärt bekommt, dass das, was es gerade fühlt, nicht angemessen oder gar Quatsch ist, verlernt es, sich und seinen Empfindungen zu vertrauen. Damit wird es immer schwieriger, wichtige und starke Gefühle zu regulieren. Für eure Vater-Sohn-Beziehung (und für sämtliche Beziehungen Deines Sohnes) ist das eine Basis, die langwierige Folgen haben kann.</p>
<h3 class="p1"><b>3. Geh davon aus, dass Dein Kind in den ersten Lebensjahren fast immer kooperieren will.</b></h3>
<p class="p1">In 9 von 10 Fällen tut es das! Oft können wir das aus unserer Erwachsenen-Logik nur nicht erkennen! Wenn Kinder nicht kooperieren können, dann gibt es für sie nur 2 Möglichkeiten: Konfrontation (Aggression) oder Rückzug. Beide Dinge solltet ihr (als Eltern) sehr ernst nehmen und versuchen, zu verstehen, warum ihm in diesem Moment das „Nicht-Kooperieren“ so wichtig ist! Wenn Du nach und nach immer mehr Interesse zeigst und wirklich versuchst, Deinen Sohn zu verstehen, dann gibt es kaum eine bessere Basis für lebenslanges Vertrauen in Dich – und eine tiefere Vater-Sohn-Beziehung.</p>
<h3 class="p1"><b>4. Respektiere die Grenzen Deines Kindes!</b></h3>
<p class="p1">Auch wenn viele tief durchatmen, wenn Sie von Augenhöhe hören, aber genau darum geht es. Zu akzeptieren, dass auch Kleinkinder Bedürfnisse haben, die nicht ohne Schaden übergangen werden können, nur weil wir gerade denken, dass es besser für sie ist. Es hat sich bewährt, das Bedürfnis des Sohnes genauso wichtig zu nehmen, wie euer eigenes und auf dieser Basis einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden. Nur in Ausnahmefällen und wirklicher Gefahr ist es ratsam, seinem Sohn ein Verhalten abzuverlangen, das nicht im Einklang mit dieser prinzipiellen Augenhöhe steht. Die offensichtliche Macht, die wir als Vater haben, ist nicht dazu da, die Grenzen unseres Kindes so lange zu überschreiten, bis es wortwörtlich gebrochen ist! So stärkst Du langfristig das Vertrauen in eure Vater-Sohn-Beziehung.</p>
<h3 class="p1"><b>5. Bestraf ihn nicht!</b></h3>
<p class="p1">So logisch und üblich das bei vielen noch klingt, Strafen (oder „liebevolle“ Konsequenzen) sind absolut schädlich für eure Vater-Sohn-Beziehung! Euer Kind erlernt dadurch nicht etwa, sich so zu verhalten, wie Du es gerne hättest, sondern unterwirft sich aus Angst vor den „Konsequenzen“ Deiner Macht. Stell Dir die Frage, wie Du Dich als Kind bei einer Bestrafung gefühlt hast? Wie fühlt es sich an, wenn Du Dein Kind (wegen einer Kleinigkeit?) bestraft hast? Willst Du dieses Gefühl als Basis für eure Vater-Sohn-Beziehung haben?</p>
<h3 class="p1"><b>6. Lass die Neugier, Langeweile und Lust am Entdecken zu!</b></h3>
<p class="p1">Die meisten „gesunden“ Kinder brauchen nicht alle 2 Minuten ein neues Spielzeug, eine neue Ablenkung oder den nächsten väterlichen Impuls! Lass sie selbst suchen, entscheiden und spielen, egal was es ist. Erst wenn euer Sohn auch Langeweile annehmen und sie nutzen lernt, wird die vielgerühmte Kreativität gefördert. Ihr könnt dabei beobachten und als Spielpartner zur Verfügung stehen, wenn er euch dazu einlädt. Macht euch immer wieder bewusst, was für ein Wunder dieser kleine Mann eigentlich ist und wie viel Eigenes da schon ist! Diese Momente sind wertvoll für die <b>Vater-Sohn-Beziehung</b>.</p>
<h3 class="p1"><b>7. Entschuldige Dich!</b></h3>
<p class="p1">Wenn ihr Fehler gemacht oder einfach nur genervt wart: Nutzt die nächste Gelegenheit, euch aufrichtig zu entschuldigen! Euer Sohn merkt dadurch, dass er ernst genommen wird und dass auch Du, als erwachsener Mann, manchmal gestresst/wütend/traurig bist, und dass es ok sein kann, das zu zeigen. Er lernt dabei, auch bei sich genauer wahrzunehmen, was ein angemessener Umgang mit diesen Gefühlen ist und was es bedeutet, Verantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen. Auch ein Mann muss Verletzlichkeit zeigen können, sonst setzen wir die Schwierigkeiten der letzten Generationen fort und Dein Sohn wird sein Leben lang ebenfalls Schwierigkeiten haben. Eine Entschuldigung stärkt die Vater-Sohn-Beziehung nachhaltig.</p>
<h3 class="p1"><b>8. Achte auf die Atmosphäre und Dich selbst!</b></h3>
<p class="p1">Ihr wisst selbst, dass es am schwierigsten ist, liebevoll mit seinem Kind umzugehen, wenn man(n) selbst erschöpft, gereizt, am Limit ist. Versuche deshalb, mehr Ruhe und Ausgleich für Dich einzurichten. Nichts ist wichtiger als das! Wenn Dich berufliche oder andere private Themen belasten, geh sie an und trage die „negative Energie“ nicht in die wenige kostbare Zeit mit Deinem Sohn. Kinder spüren schon sehr früh, wie die Stimmung (Atmosphäre) ist, auch wenn sie noch nicht verstehen, was gesagt wird. Deine Anspannung, Wut und Sorge überträgt sich auf sie, so sehr Du sie auch zu verstecken versuchst. Achte auf Deine Stimmung, um die Vater-Sohn-Beziehung zu stärken.</p>
<h3 class="p1"><b>9. Übernimm ab sofort vollste Verantwortung!</b></h3>
<p class="p1">Wenn Du einen unschönen Umgang in eurer Vater-Sohn-Beziehung siehst und merkst, dass es immer wieder ähnlich (schlecht) läuft, übernimm die Verantwortung und schau, was Du bei Dir selbst ändern kannst, damit es anders wird. DU hast die Verantwortung für Eure Beziehung und Du kannst nur Wesentliches verändern, wenn Du Schuld nicht bei anderen oder gar Deinem Sohn suchst. Das kann auch heißen, sich Unterstützung zu holen, um belastende Themen anzugehen oder wesentliche Veränderungen in Deinem Leben umzusetzen, die längst überfällig sind.</p>
<h3 class="p1"><b>10. Sei ein Vorbild</b></h3>
<p class="p1">Sei das Vorbild, das Du gern gehabt hättest und das Dich selbst dazu bringt, jeden Tag ein wenig als Vater zu wachsen! Sag, und vor allem, zeig ihm, wie wichtig er Dir ist! Deine Haltung stärkt die Vater-Sohn-Beziehung.</p>
<p>P.S. Natürlich gilt all das auch in der Beziehung zu unseren Töchtern, auch hier haben wir als Väter eine ganze besonders wertvolle Rolle und Verantwortung!</p>
<p>WENN ihr dazu mehr lernen wollt und konkrete Situationen besser verstehen wollt, meldet euch bei mir für ein <a href="https://carstenvonnoh.de/kennenlerngespraech/">Erstgespräch</a> zur Unterstützung oder schaut euch meine <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminare</a> an. Bei Interesse schreibt mir eine Mail.</p>
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		<title>6 Tipps, um die Gefahr von Streit und Trennung nach der Geburt zu vermeiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2021 10:26:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
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					<description><![CDATA[Statistisch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Paar trennt nie so hoch wie in den ersten 6-12 Monaten nach der Geburt des ersten Kindes. Das klingt erschreckend, aber ich glaube, wenn Du schon eine Weile Vater bist, kannst Du das gut nachvollziehen, oder? Und wenn Dein Kind schon älter als 6 Monate ist: Glückwunsch, jetzt [&#8230;]]]></description>
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									<p>Statistisch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Paar trennt nie so hoch wie in den ersten 6-12 Monaten nach der Geburt des ersten Kindes. Das klingt erschreckend, aber ich glaube, wenn Du schon eine Weile Vater bist, kannst Du das gut nachvollziehen, oder? Und wenn Dein Kind schon älter als 6 Monate ist: Glückwunsch, jetzt wird die Wahrscheinlichkeit immer geringer! Dennoch kann ich Dir dringend ein paar Punkte empfehlen, die Du präventiv im Blick behalten solltest, um Frustration, Erschöpfung und Streit nach der Geburt zu verringern:</p><h2><strong>6 Tipps, um die Gefahr von Streit und Trennung nach der Geburt zu vermeiden</strong></h2><h3><strong>Priorität 1 &#8211; Schlaf &amp; Bewegung</strong></h3><p>Klingt banal, ist es aber überhaupt nicht! Nichts ist gefährlicher als in dieser Zeit der besonderen Herausforderungen auf wesentliche Körperbedürfnisse zu verzichten. Nichts ist gleichzeitig schwieriger, wenn man permanent an seine Grenzen kommt und gefühlt jeder Moment des Tages verplant ist. Dennoch, zögere nicht, einmal eine Nacht auf der Couch zu schlafen, auch wenn das nicht dem Familienbett-Ideal entspricht. Lass’ Deine Frau auch nachmittags einmal schlafen, wenn Du allein mit dem Kind rausgehen kannst. Versuche, die Nächte aufzuteilen, damit wenigstens einer halbwegs ausgeschlafen sein kann. Habt dabei euch selbst und den anderen immer gut im Blick! Schaut, dass ihr einfache tägliche Routinen etabliert, wie einen Spaziergang mit einem Kind oder das konsequente Einplanen von sportlichen Aktivitäten, am besten für beide, wenn möglich sogar mit Kind. (siehe die vielen Angebote, die es in manchen Gegenden mittlerweile gibt.)</p><h3><strong>Priorität 2 &#8211; Zeit für Dich selbst</strong></h3><p>Wenn man als junger Vater verantwortlich an Allem für das Kind teilhaben will, wirkt es schnell egoistisch oder achtlos, wenn man(n) plötzlich mal einen Abend etwas allein machen möchte! Gerade wenn klar ist, dass dann die Mutter Deines Kindes allein zu Hause ist. Dennoch ist das einer der wichtigsten Faktoren, damit eine Partnerschaft auch in so einer (natürlichen) Extremsituation besteht: Das Gefühl zu behalten, auch noch eigenständiger Mensch, ja Mann zu sein. Auch zu existieren, ohne dass sich alles um das Kind dreht. Natürlich ist es sinnvoll, das auch für die Mutter zu ermöglichen, auch wenn das vielleicht in den ersten Monaten schwieriger wird. Erst wenn ihr selbst das Gefühl habt, etwas an Freiheit behalten zu haben, dann könnt ihr euch mit diesem Gefühl wieder besser auf eure kleine Familie einlassen und der sein, der ihr als Vater und Partner gern sein wollt.</p><h3><strong>Priorität 3 &#8211; Zeit als Paar</strong></h3><p>Nach einer Trennung ist es oft so offensichtlich: Wir haben uns auseinandergelebt, aus den Augen verloren und am Ende konnten wir uns kaum noch ertragen. So schwierig das scheint, bleibe vor und nach der Geburt immer, wirklich immer mit der Mutter Deiner Kinder im Gespräch. Teile deine Schwierigkeiten, deine Bedürfnisse und Grenzen. Höre genau darauf, was Deine Partnerin Dir sagt, teile die immer wiederkommende Überforderung mit ihr. Allein das kann schon viel entlasten und den Aufbau von Frust reduzieren.</p><p>Versuche, mit Deiner Partnerin, wenigstens 2 Stunden in der Woche allein zu verbringen, beim Essen, im Wald, oder auf der Couch. Nutzt die Zeit bewusst, um euch auszutauschen, füreinander da zu sein, am Leben zu erhalten, was euch als Paar ausmacht.</p><h3><strong>Priorität 4 &#8211; Zeit mit den Kindern allein</strong></h3><p>Schon wenige Tage nach der Geburt ist es problemlos möglich, dass Du mit dem Kind auch allein Zeit verbringen kannst. Im Wagen, in der Trage oder im Arm könnt ihr Deiner Partnerin eine kurze Erholung ermöglichen und selbst eure volle Aufmerksamkeit auf euer Kind zu legen. Von Anfang an lernt ihr dadurch, dass ihr auch allein verantwortlich für euer Kind da sein könnt, viele seiner Bedürfnisse nach Nähe, gehalten und gehört zu werden befriedigen könnt. Auch wenn das in den ersten Monaten nicht allzu große Spannung bedeuten muss, könnt ihr so einen eigenen Stil entwickeln, wie ihr mit eurem Kind umgeht und viele kleine Entwicklungsschritte beobachten und begleiten. Ihr entwickelt Vertrauen in eure Fähigkeiten, merkt, dass ihr neben dem Stillen in den meisten Situationen ebenfalls Halt geben könnt und baut so eine tragfähige Bindung auf.</p><p>Präventiv ist das natürlich auch ein wichtiger Aspekt. Sollte eure Beziehung, entgegen aller Wahrscheinlichkeit, doch nicht mehr tragen, seid ihr in der Lage, von Anfang an selbständig für die Kinder zu sorgen, habt eine bessere Beziehung und eine größere Souveränität im Umgang mit eurem Kind. Das hilft euch im Fall der Fälle, klar zu formulieren, wie für euch die neue Lebenssituation nach einer Trennung oder Scheidung akzeptabel ist und kann schwierige Kommunikation als Eltern vereinfachen, eine Eskalation vermeiden.</p><h3><strong>Priorität 5 &#8211; Überfordere Dich nicht in euren Ansprüchen</strong></h3><p>Es gibt so unsagbar viele Dinge, die man optimieren, bedenken, gestalten kann und vieles davon hat sicher seine Bedeutung. Aber keinem Kind nützt es etwas, wenn ihr zwar die tollsten, alternativsten Konzepte befolgt, aber bei jeder Auseinandersetzung an die Decke geht, ständig am Limit seid und die Atmosphäre zu Hause alles andere als liebevoll ist. Babys und Kleinkinder brauchen vor allem Nähe und Verlässlichkeit, die Möglichkeit, sich frei zu bewegen und entwickeln. Dafür braucht es keine großen Fördermaßnahmen oder besondere Impulse von euch. Lasst eure Kinder frei das Spiel und die Welt entdecken und folgt ihren Impulsen.</p><h3><strong>Priorität 6 &#8211; Lerne von und für Dein Kind</strong></h3><p>Wir haben als Vater die Möglichkeit, uns völlig neu zu definieren, Unerwartetes und auch Schwieriges bei uns zu entdecken und im besten Falle so zu verändern, dass Du liebevoller und achtsamer für Dein Kind (und Dich selbst) da sein kannst. Dich so zu entwickeln, dass Du Dich immer mehr darauf konzentrieren kannst, was wirklich Sinn macht und Dir und Deinen Bedürfnissen entspricht. Dabei sind unsere Kinder die besten Spiegel.</p><p>Aber musst Du Dich ernsthaft als Vater weiterbilden? Viele Väter glauben, dass sie ja alles können müssen, selbst ja mal Kind waren und das schon „irgendwie hinbekommen“. Doch oft wissen wir gar nicht, ob der Weg, den wir gerade unbewusst in der Erziehung gehen, „gut“ ist. Es lohnt sehr, sich mit neuen Erziehungskonzepten zu beschäftigen! Zu hinterfragen, was als Standard angesehen wird, sich aber vielleicht überhaupt nicht gut im Zusammenspiel mit eurem Kind anfühlt. Zu lernen, warum Du in so manche Verhaltensmuster fällst, die Du schon als Kind als unfair oder übergriffig erlebt hast. Wenn Du so manche Fehler Deiner Eltern nicht wiederholen willst, ist es wichtig, überhaupt zu wissen, welche das sind und wie es auch anders gehen kann. Dafür lohnt sich der Austausch mit anderen Vätern, das Lesen guter Bücher (Link Buch) oder, wenn möglich, ein (regelmäßiges) Seminar (Link) zur Reflektion Deiner Vaterrolle, eurem Erziehungsstil und Alternativen in schwierigen Alltagssituationen.</p><p><strong>Allgemeines</strong></p><p>All die Dinge solltest Du nicht verschieben, nicht abwarten, dass es irgendwann schlimmer wird. Sondern in weiser Voraussicht immer im Blick behalten, auch wenn das viele in dieser Zeit gerade nicht schaffen. Vieles wird dadurch einfacher, fühlt sich weniger einengend und belastend an und hat das Potenzial, die bestmögliche Umgebung für euer Kind UND für euch zu schaffen.</p><p>Schaue Dir mein <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminarangebot</a> an oder mache einen Termin für ein <a href="https://carstenvonnoh.de/kennenlerngespraech/">Kennlerngespräch</a>, wenn Du glaubst, dass Dir Unterstützung im 1:1 gut tun würde.</p><p>Autor: Carsten Vonnoh, Väter in Verantwortung</p><p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@kellysikkema?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Kelly Sikkema</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/vater-baby?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noopener">Unsplash</a></p>								</div>
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		<title>Vater-Tochter-Beziehung – nach diesen 7 Dingen sehnt sich Deine Tochter insgeheim</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2021/03/11/vater-tochter-beziehung-nach-diesen-7-dingen-sehnt-sich-deine-tochter-insgeheim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 17:41:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vater-Kind-Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
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					<description><![CDATA[Vater-Tochter-Beziehung – nach diesen 7 Dingen sehnt sich Deine Tochter insgeheim So eng verbunden Töchter (und Söhne) in den ersten Lebensjahren mit ihrer Mutter zu sein scheinen, so schmerzlich sehnen sie sich als Erwachsene nach dem nicht-präsenten Vater der Kindheit. Eine starke Vater-Tochter-Beziehung wird immer wieder unterschätzt, ist aber maßgeblich für das Leben Deiner Tochter. [&#8230;]]]></description>
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									<h2 style="text-align: left;"><b>Vater-Tochter-Beziehung – nach diesen 7 Dingen sehnt sich Deine Tochter insgeheim</b></h2><p>So eng verbunden Töchter (und Söhne) in den ersten Lebensjahren mit ihrer Mutter zu sein scheinen, so schmerzlich sehnen sie sich als Erwachsene nach dem nicht-präsenten Vater der Kindheit. Eine starke Vater-Tochter-Beziehung wird immer wieder unterschätzt, ist aber maßgeblich für das Leben Deiner Tochter.</p><p>Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, wie wichtig die Aufmerksamkeit, Akzeptanz, Unterstützung und Fürsorge des Vaters für die Entwicklung der Tochter zu einer jungen, selbstbewussten Frau sind. Eine gute Tochter-Vater-Beziehung stärkt das Selbstbewusstsein und die schulischen Leistungen¹, unterstützt ein gesundes Körperbewusstsein² und die psychische Gesundheit³.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p><span class="Apple-converted-space"> </span><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2014 " style="font-style: normal; font-variant-caps: normal;" src="https://www.vaterverantwortung.de/wp-content/uploads/2021/03/Bildschirmfoto-2021-03-11-um-18.44.07-300x200.png" alt="Vater-Tochter-Beziehung" width="391" height="261" /></p><p>Frauen mit einer starken Vater-Tochter-Beziehung treffen – laut Psychologie – bessere Entscheidungen bei der späteren Partnerwahl und trauen sich mehr zu. Sie brauchen die männliche Bestätigung nicht, denn sie haben ja Papas Unterstützung.</p><p>Das sind entscheidende Gründe, alles für eine gute Beziehung zu Deiner Tochter zu tun. Lese hier, welche 7 Dinge sich Deine Tochter insgeheim von Dir als Vater wünschen könnte und wie Du ein liebevoller und präsenter Vater mit einer starken Vater-Tochter-Beziehung wirst und bleibst – auch bei Hindernissen wie einer Scheidung.</p><p><b>Eine starke Vater-Tochter-Beziehung: Diese 7 Dinge könnte sich Deine Tochter von Dir wünschen</b></p><p><b>1. Sie sehnt sich nach </b><b>Dir</b><b>.</b></p><p>Vielleicht fühlst Du Dich abgewiesen, wenn Deine Tochter mal wieder nach Mama schreit. Auch wenn es sich so anfühlt: Es ist nicht persönlich gemeint. Kinder brauchen beide Elternteile. Manchmal Mama, manchmal Papa.</p><p>Als Vater hast Du Qualitäten, die kann eine Mutter nicht ersetzen. Ein abwesender Vater hinterlässt Spuren auf der Kinderseele, auch wenn eine andere (männliche) Bezugsperson einen großen Unterschied machen kann. Und selbst wenn Du anwesend bist, Dich aber aufgrund eigener Verletzungen emotional distanzierst, könnte Dich Deine Tochter schmerzlich vermissen. Das ist eine schwierige Situation für Deine Tochter: Sie weiß dann nicht einmal, wonach sie sich sehnt. Ihr Papa ist ja da, aber irgendwie auch nicht?</p><p>Umso wichtiger ist es, dass Du Dich selbst reflektierst: Bist Du ein präsenter Vater für Deine Tochter? Nimmst Du Dir <i>wirklich </i>Zeit für sie? Zeigst Du Interesse an ihren Hobbys und ihrem Leben, auch wenn Deine Interessen ganz anders sind?</p><p><b>2. Sie sehnt sich nach Akzeptanz.</b></p><p>Das gilt für Kleinkinder genauso wie für erwachsene Töchter. Sie mag sich gesehen, akzeptiert und richtig fühlen. Das Gefühl „Was ich gerade mache, findet mein Papa toll“ erfüllt eine Tochter mit Stolz.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Die Akzeptanz des Vaters als Vertreter des anderen Geschlechts ist sehr wichtig für das Selbstwertgefühl. Das gilt auch für die Teenie-Tochter in der Pubertät und ihren Musikgeschmack und die erwachsene Tochter und ihre Berufswahl.</p><p>Schau also genau hin, wo Du Deiner Tochter – bewusst oder unbewusst – das Gefühl von Ablehnung vermitteln könntest: Schnaubst Du, wenn sie Dir ein Lied ihrer Lieblingsband vorspielt? Vermeidest Du, mit ihr zu spielen, weil Du keinen Zugang zu „Mädchenspielzeug“ findest?</p><p>Versuche es anders: Biete Dich als Zuhörer und Spielpartner an, zeige Interesse und gebe positive Rückmeldungen. Stelle Gegenfragen. Freue Dich aufrichtig mit ihr. Egal ob ihr gemeinsam mit Traktoren und Rennautos spielt, Du sie zu waghalsigen Manövern auf dem Spielplatz ermutigst oder Du im imaginären Schminksalon als Kunde herhältst. Fokus und wirkliche Achtsamkeit stärken die Vater-Tochter-Beziehung – und das Selbstbewusstsein Deiner Kleinen.</p><p>Stelle Dir regelmäßig die Frage: Nimmst Du sie wirklich wahr?</p><p><b>3. Sie sehnt sich nach Verlässlichkeit.</b></p><p>Wutausbrüche und Schreien können ihr Angst machen. Reagierst Du häufig mit unverhältnismäßigen Gefühlsausbrüchen, solltest Du genauer hinsehen: Diese Reaktionen sind immer ein Zeichen für Verletzungen (aus der eigenen Kindheit), zu hoher Stress oder Überforderung.</p><p>Reagierst Du mal liebevoll, mal gereizt, kann Deine Tochter Dich nicht mehr einschätzen. Das schadet eurer Vater-Tochter-Beziehung. Du musst Deine Gefühle zwar nicht vor Deinen Kindern verstecken, aber Angst sollten sie vor Dir auch nicht haben.</p><p>Wenn Du müde, genervt, gestresst oder traurig bist, darfst Du das Deiner Tochter ruhig mitteilen. Das ist authentisch und spüren wird sie es sowieso. Sprichst Du es aber nicht an, denkt sie vielleicht, Deine Stimmung hätte etwas mit ihr zu tun. Sei am besten offen und sage „Ich bin noch müde von der Arbeit. Da war jemand gemein zu mir und das beschäftigt mich noch. Ich brauche noch etwas Zeit für mich, ok?“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p><b>4. Sie sehnt sich nach Sicherheit und Geborgenheit.</b></p><p>Kaum etwas fühlt sich so geborgen an, wie die starken Arme und das weiche Lachen des eigenen Papas. Liebevolle Gesten zwischen Vater und Tochter haben oft eine ganz andere Energie als zwischen Mutter und Tochter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Egal ob Deine Tochter ein Baby, ein Kleinkind, ein Teenager oder eine erwachsene Frau ist: Nutze jede Gelegenheit, ihr zu sagen oder ihr zu zeigen, wie sehr Du sie liebst und dass Du stolz auf sie bist. Bleibe in Deiner Beziehung zu ihr aufrichtig und echt, versuche auch in Konflikten Halt zu geben und zu kommunizieren, was Dich bewegt. Diese verbundene Klarheit ist es, die Deiner Tochter ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben kann. Das ist etwas, dass sehr gut die Beziehungsqualität der Mutter ergänzen kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Frage Dich ab und zu: Wo gibst Du Deiner Tochter Halt und wo bist Du zu sehr in Deinen eigenen Themen, die möglicherweise diese Klarheit und eigene Sicherheit verhindern?</p><p><b>5. Sie möchte, dass Du sie auffängst.</b></p><p>Wut, Trauer, Enttäuschung – Kinder kämpfen oft mit einem Wechselbad der Gefühle. Für Eltern kann das herausfordernd sein. Versuche Deiner Tochter gegenüber dennoch ruhig zu bleiben: Sie will Dich durch Weinen oder Quengeln nicht ärgern oder gar manipulieren. Meist ist es der Wunsch nach Selbstbestimmung ein Ausdruck von Enttäuschung oder einfach nur Stressabbau.</p><p>Es kann zur Stärkung eurer Vater-Tochter-Liebe beitragen, wenn Du bei Konflikten wie ein Fels in der Brandung für sie da bist, Sicherheit ausstrahlst und sie emotional auffängst. Ihr immer wieder aufs Neue Halt gibst.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Bei einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung und Verletzungen durch eine Scheidung – sowohl bei Dir als auch bei Deiner Tochter – kann das Aushalten Ihrer Gefühle und das Da-Sein ein gestörtes Verhältnis verbessern. Das hat aber zur Voraussetzung, dass wir lernen, unseren eigenen Emotionen zu trauen, sie wahrnehmen, regulieren und kommunizieren können. Einfach ist das natürlich nicht, aber es lohnt sich. <a href="https://carstenvonnoh.de/vater-coach-coaching-vaeter-eltern/">Gerade auch diese Prozesse unterstütze ich in meiner Beratung</a>.</p><p><b>6. Sie sehnt sich nach einem guten männlichen Vorbild.</b></p><p>Als erster Mann im Leben Deiner Tochter zeigst Du ihr, wie ein Mann ist bzw. sein kann. Dein Vorbild, eure Vater-Tochter-Bindung und Dein Verhalten zu der Mutter Deiner Tochter, prägt ihre spätere Partnerwahl, ihren gesamten Umgang mit Männlichkeit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Hat ein Mädchen eine gute Beziehung zum Vater, wird sie später eher einen guten Partner wählen und toxisches Verhalten nicht akzeptieren. Ist das Verhältnis zum Vater dagegen gestört oder gar von Missbrauch geprägt, wiederholen sich diese Muster häufiger in den Beziehungen der Tochter im Erwachsenenalter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Klingt nach einer riesigen Verantwortung, oder?</p><p>Ist es auch. Aber keine Angst: Dass Du Dich informierst, wie Du die Bindung zu Deiner Tochter verbessern kannst, zeigt, dass Du auf einem guten Weg bist. Es lohnt sich, gerade hier weiter zu lernen. (Link Seminare)</p><p><b>7. Sie möchte, dass Du ihre Grenzen respektierst.</b></p><p>Für Mädchen ist dieser Punkt besonders wichtig. Wenn ihre Grenzen immer und immer wieder übergangen werden, lernt sie, dass es normal ist, wenn ihr „Nein“ nicht akzeptiert wird und sie nicht immer über ihren eigenen Körper bestimmen darf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Töchter – so schlimm das klingen mag – haben ein hohes Risiko mindestens ein Mal in ihrem Leben sexuell belästigt zu werden. Dein achtsamer Umgang im Alltag lehrt sie, dass sie ihre Grenzen deutlich kommunizieren darf – immer und überall. Und wenn diese Grenzen doch einmal überschritten wurden, wird sie sich nicht denken „stell dich nicht so an“, sondern sich eher mit den ihr verfügbaren Mitteln zur Wehr setzen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p>Es ist wichtig, dass Deine Tochter schon im Kleinkindalter lernt, dass ihr „Nein“ zählt und es ihr Recht ist, eigene Entscheidungen zu treffen – vor allem in Bezug auf ihren Körper. Mütze an, Mütze aus? Solche Machtkämpfe sind in den meisten Fällen unnötig und belasten Deine Vater-Tochter-Beziehung.</p><p>Müssen ihre Grenzen aufgrund drohender Gefahren übergangen werden, solltest Du das so zeitnah wie möglich erklären. Oft können Alternativen und Lösungen auf Augenhöhe gefunden werden – es braucht jedoch viel Geduld und Verständnis für Deine Tochter. Sie ist ein eigenständiger Mensch und das egal, ob sie zwei oder zwanzig Jahre alt ist.</p><p><b>Abschluss:</b></p><p>Natürlich sind diese Aspekte für alle Kinder wichtig – nicht nur für Töchter. Und natürlich sollten im Idealfall beide Elternteile für ihre Kinder da sein, sich in ihren Fähigkeiten ergänzen. Doch gerade als Vertreter des anderen Geschlechts bist Du als Vater für Deine Tochter sehr wichtig. Das ist eine große Verantwortung, aber auch eine große Chance.</p><p>Meine <strong>Seminare für Väter</strong> sind für alle, die sich bewusst mit ihrer Vaterschaft auseinandersetzen, souveräner werden und ihre Vater-Kind-Beziehung weiter entwickeln wollen. <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Hier findet ihr die Seminare und Termine für 2021</a>.</p><p><b>Quellen:</b></p><p>¹<a href="https://www.researchgate.net/publication/276846854_Father_and_Daughter_Relationship_and_Its_Impact_on_Daughter&#039;s_Self-Esteem_and_Academic_Achievement" target="_blank" rel="noopener">Father and Daughter Relationship and Its Impact on Daughter’s Self-Esteem and Academic Achievement</a></p><p>² <a href="https://bpspsychub.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1348/014466505X53489" target="_blank" rel="noopener">Father‐daughter relationship and eating psychopathology: The mediating role of core beliefs</a> und <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24908149/" target="_blank" rel="noopener">Father-daughter relationship and the severity of eating disorders</a> und <a href="https://www.researchgate.net/publication/343819218_Father-daughter_relationship_dynamics_daughters&#039;_body_image_eating_patterns_and_empowerment_An_exploratory_study" target="_blank" rel="noopener">Father–daughter relationship dynamics &amp; daughters’ body image, eating patterns, and empowerment: An exploratory study</a></p><p>³ <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10826-014-9976-6" target="_blank" rel="noopener">Father–Daughter Attachment and Communication in Depressed and Nondepressed Adolescent Girls</a></p>								</div>
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		<title>10 Impulse für Väter nach Trennung oder Scheidung mit Kindern</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2021/02/18/zehn-impulse-fuer-vaeter-nach-trennung-oder-scheidung-mit-kindern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 15:25:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gastartikel von Marianne Nolde, Familiengutachterin &#38; Autorin des Buches: Eltern bleiben nach der Trennung* Als Carsten mich fragte, ob ich einen Gastartikel zu diesem Thema schreiben möchte, habe ich überlegt: Welche Impulse würde ich gerade Vätern geben können, die für Mütter nicht ebenso zutreffen? Und ich stellte fest, im Grunde gilt alles, was ich dazu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Gastartikel von Marianne Nolde, Familiengutachterin &amp; Autorin des Buches: <a href="https://amzn.to/3axxUYt" target="_blank" rel="noopener">Eltern bleiben nach der Trennung</a>*</strong></h2>
<p>Als <a href="https://carstenvonnoh.de/ueber-mich/">Carsten</a> mich fragte, ob ich einen Gastartikel zu diesem Thema schreiben möchte, habe ich überlegt: Welche Impulse würde ich gerade Vätern geben können, die für Mütter nicht ebenso zutreffen? Und ich stellte fest, im Grunde gilt alles, was ich dazu weiß und vertrete, für Männer wie Frauen, aber vielleicht sind einzelne Themen für Männer mehr im Fokus, etwa das Wechselmodell.</p>
<p>Wie immer bei meinen Texten gilt: Ich kann nicht wissen, was genau auf dich und deine Familie zutrifft. Du wählst aus, welche Impulse passend sind. Da ich dich als Vater anspreche, schreibe ich von deiner Ex-Partnerin – falls es bei dir ein Ex-Partner ist, ist der natürlich mit gemeint.</p>
<h3><strong>1. Versorge deine Wunden.</strong></h3>
<p>Trennung tut weh, Trennung mit Kindern tut noch mehr weh. Selbst wenn du die Trennung gewollt hast, hast du dir sicher nicht gewünscht, dass deine Kinder diese Situation mit ausbaden müssen. Während der verlassene Elternteil oft mit seinem Selbstwert hadert, plagen den anderen Schuldgefühle, und meistens trauern beide auf die eine oder andere Art. In dieser Umbruchsituation ist es wichtig, dass du dich um dich selbst kümmerst und einen Weg findest, wie du heilen kannst. Suche dir passende Beratung, vernetze dich mit anderen Vätern, finde heraus, was dir Kraft gibt. Dafür Zeit und Energie aufzuwenden, nimmt deinen Kindern nichts von den gerade geringen Ressourcen weg. Denn es ist die Voraussetzung dafür, dass sie dich so bald wie möglich wieder als verlässlichen Vater erleben, der ihnen ein Gefühl von Sicherheit gibt, das in der Trennungssituation erstmal bröckelt. Mach es so, wie der Umgang mit Gefahrensituationen im Flugzeug vor dem Start erklärt wird: erst sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen und dann den Kindern, weil man ihnen nur helfen kann, wenn man nicht ohnmächtig wird.</p>
<h3><strong>2. Geh behutsam mit der Verletzung deiner Ex-Partnerin um.</strong></h3>
<p>Geh davon aus, dass auch deine Ex-Partnerin mit ihren Wunden beschäftigt ist – selbst wenn sie es war, die die Trennung herbeigeführt und sich sogar schon anderweitig verliebt hat. Vor allem in der ersten Zeit nach der Trennung ist die Gefahr groß, dass man sich bei Begegnungen ständig gegenseitig triggert, und das stört die Fähigkeit zur Kooperation, die den Kindern guttun würde. Sei gnädig mit dir und auch mit ihr. Komm nicht mit deiner neuen Partnerin, um die Kinder abzuholen, wenn du weißt, dass deine Ex-Partnerin dich noch sehr vermisst, und vermeide möglichst, ihr Schuldgefühle zu machen durch Vorwürfe oder leidenden Tonfall, wenn sie den Anstoß zur Trennung gegeben hat.</p>
<p>Respekt und Empathie in dieser Lage erfordern Selbstüberwindung, aber auch Mini-Schritte dahin lohnen sich. Gleichzeitig gibst du damit deinem Kind ein großartiges Vorbild, wie man Konflikte lösen kann, ohne dass dabei einer verlieren muss. Kinder machen einem alles nach. Auch deinen Umgang mit ihrer Mutter.</p>
<h3><strong>3. Sich als Eltern ergänzen statt zu wetteifern.</strong></h3>
<p>Als Gutachterin habe ich immer wieder erlebt, wie Eltern nach der Trennung schon fast verzweifelt um die Liebe ihrer Kinder wetteiferten. So als ob Kinder nur eine gewisse Menge an Liebe zur Verfügung hätten, und je mehr davon der andere bekommt, umso weniger bleibt für einen selbst übrig. Dabei glaube ich persönlich, dass Liebe ein nachwachsender Rohstoff ist. Je mehr Liebe fließen darf, in alle Richtungen, auch zu Großeltern, Freunden, ja sogar zu neuen Partnern, umso mehr fließt nach. Also keine Sorge, dass du ins Hintertreffen gerätst. Du musst nicht der bessere Elternteil sein, damit es deinem Kind gut geht. Du bringst einfach das ein, was du besonders gut geben kannst, und vielleicht verständigt ihr euch darauf, wer für bestimmte Gebiete vorrangig zuständig ist, die ihm liegen, vielleicht der Sport oder das Musische. Es gibt doch den Spruch, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen. Erlaub deinem Kind so ein Dorf. Du musst nicht alles allein können.</p>
<p><em>Sich unter Vätern auszutauschen, ist so eine &#8222;dörfliche Unterstützung&#8220; &#8211; Carstens <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminare</a> können dafür ein Anfang sein.</em></p>
<h3><strong>4. Das Machbare tun, sich nicht überfordern.</strong></h3>
<p>Neulich las ich von einer Mutter im Wechselmodell, die stolz darauf war, dass sie schon frühzeitig regelmäßig ein gemeinsames Abendessen als Familie eingeführt hatten. Bis sie später von ihren Kindern erfuhren: Sie hatten dieses gemeinsame Abendessen als anstrengende und krampfige Veranstaltung empfunden. Da vermute ich, die Eltern hatten sich schlicht überfordert, und Kinder sind nun mal besonders sensibel für Atmosphärisches.</p>
<p>Ich kann mich gut an diese etwas verkrampfte Atmosphäre mit dem Ex-Mann erinnern in der ersten Zeit nach der Trennung, da hätten wir den Kindern auch keine Freude mit regelmäßigen gemeinsamen Treffen machen können. Erst nach einer Zeit der Heilung auf beiden Seiten wurde es immer einfacher, und irgendwann – einige Jahre später – freute ich mich sogar, ihn mal wiederzusehen. Hab einfach Geduld mit dir, steh dazu, was psychisch noch zu schwerfällt, und arbeite gleichzeitig daran, dass es leichter werden kann (siehe Impuls eins).</p>
<p><a href="https://amzn.to/3axxUYt" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4946 size-medium" src="https://carstenvonnoh.de/wp-content/uploads/2021/02/Marianne_Nolde_Eltern_bleiben_nach_der_Trennung-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" srcset="https://carstenvonnoh.de/wp-content/uploads/2021/02/Marianne_Nolde_Eltern_bleiben_nach_der_Trennung-193x300.jpg 193w, https://carstenvonnoh.de/wp-content/uploads/2021/02/Marianne_Nolde_Eltern_bleiben_nach_der_Trennung.jpg 336w" sizes="(max-width: 193px) 100vw, 193px" /></a></p>
<p>Mariannes sehr empfehlenswertes Buch*</p>
<h3><strong>5. Wertschätzung für deine Ex-Partnerin ist auch Wertschätzung für dein Kind.</strong></h3>
<p>Dein Kind hat Gene von dir und von seiner Mutter und ist von euch beiden geprägt. Wenn du seine Mutter ablehnst, lehnst du in gewisser Weise auch all das ab, was dein Kind von ihr hat. Und wenn du ihre Mutter noch irgendwie wertschätzen kannst, wertschätzt du damit gleichzeitig diese Anteile in deinem Kind. Wenn es dir schwerfällt, hilft vielleicht diese Vorstellung: Ohne deine Ex-Partnerin würde es dieses Kind überhaupt nicht geben. Vielleicht hättest du andere Kinder mit einer anderen Frau. Aber dieses Kind, das du liebst, das gäbe es in deinem Leben nicht. Zumindest in dem Zusammenhang ist es mir immer leichtgefallen, dem Vater meiner Kinder dankbar zu sein. Und dass ich meine Dankbarkeit ihm gegenüber auch hin und wieder vor unseren Söhnen erwähnt habe, hat ihnen so gutgetan.</p>
<h3><strong>6. Dein Kind kann sich nur wünschen, was ihr ihm erlaubt – Kinder kooperieren.</strong></h3>
<p>Als Gutachterin habe ich viele Streitigkeiten zwischen Eltern erlebt, die sich aus Missverständnissen heraus entwickelt hatten. Oft waren beide überzeugt, das Gerichtsverfahren im Sinne ihres Kindes zu führen und sich für seine Wünsche einzusetzen. Manchmal hatte das Kind aber jedem von ihnen etwas anderes gesagt oder durch sein Verhalten signalisiert. Woran liegt das? Kinder bemühen sich darum, dass es ihren Eltern gut geht. Sie sind auf sie angewiesen; es ist auch ein Überlebensinstinkt, der sie dazu bringt, ihre Eltern in Zeiten von Schwäche oder Belastung zu unterstützen. Wenn sie sehen, dass die beiden wütend aufeinander sind oder traurig, dann wagen sie es nicht, dem einen zu zeigen, wie sehr sie den anderen noch lieben, oder Wünsche nach mehr Kontakt zu äußern, denn sie ahnen, dass sie damit ihre Eltern verletzen würden. Dadurch erhält jeder Elternteil dann aber einen falschen oder unvollständigen Eindruck von den Bindungen und Bedürfnissen des gemeinsamen Kindes.</p>
<p>Wenn ihr eurem Kind im Trennungsgespräch oder danach klarmacht, dass es selbstverständlich beide Eltern als Bindungspersonen weiter behalten soll, wird es sich freier fühlen, seine Gefühle euch beiden gegenüber auszuleben. Wenn es dir dann noch Schönes über die Zeit bei Mama erzählt oder dir anvertraut, dass es Mama gerade vermisst, ist das sozusagen ein Beweis für eure <a href="https://www.vaterverantwortung.de/vater-sohn-beziehung-10regeln/" target="_blank" rel="noopener">gelungene Bindung</a> und Grund zur Freude. Dein Kind vertraut dir. Es muss diesen Teil nicht ausklammern, wenn es bei dir ist.</p>
<h3><strong>7. Trau dich, Konflikte mit deinem Kind konstruktiv auszutragen.</strong></h3>
<p>Gerade wenn du ein Vater bist, der jetzt weniger Zeit mit seinem Kind verbringt als die Mutter, ist die Versuchung groß, diese Zeit so schön wie möglich zu gestalten und Konflikten keinen Raum zu geben. Dabei kann leider herauskommen, dass eure Beziehung sich „ausdünnt“, indem immer mehr ausgeklammert wird, und außerdem neigen unausgetragene Konflikte auf Dauer dazu, sich zu verfestigen. Finde heraus – und lass dir dabei gern helfen – wie du Konflikte konstruktiv austragen kannst. Jede gelungene Konfliktlösung stärkt eure Beziehung. Respektvolle Auseinandersetzung bedeutet für mich auch: Du bist mir wichtig. Ich lass das nicht einfach alles so laufen, weil es mir egal ist. Du bist mir nämlich nicht egal. Ich setze mich dafür ein, dass wir uns besser verstehen und uns dabei näherkommen.</p>
<p><em>Mehr zu einer gelingenden Vater-Kind-Beziehung findet ihr <a href="https://www.vaterverantwortung.de/vater-sohn-beziehung-10regeln/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</em></p>
<h3><strong>8. Deine Familie ist einzigartig.</strong></h3>
<p>Ich halte nichts von Patentlösungen für alle. Dazu sind Menschen zu unterschiedlich. In 36 Jahren als Gutachterin habe ich nicht zwei genau gleiche Menschen und nicht zwei genau gleiche Familiensysteme erlebt. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten, aber immer auch Unterschiede. Ich las neulich folgenden Spruch: Jeder Mensch ist wie alle anderen, jeder Mensch ist wie einige andere, und jeder Mensch ist wie kein anderer. Genauso ist das. Selbst Untergruppen wie „Hochsensible“ oder „Extrovertierte“ unterscheiden sich wieder im Einzelfall. Wie soll es da die eine optimale Lösung für alle geben?</p>
<p>Was ich stattdessen zu suchen empfehle: eine Lösung, die zu allen Beteiligten des eigenen Familiensystems passt. Selbst wenn statistisch erwiesen sein sollte, dass die Mehrzahl der Kinder in Betreuungsmodell X am besten gedeiht, heißt das gleichzeitig, dass für eine gewisse Anzahl Kinder dieses Betreuungsmodell nicht besser oder sogar schädlich ist. Es kommt auf das an, was euer Kind braucht und was ihr als Eltern einbringen und schaffen könnt.</p>
<h3><strong>9. Nicht welches Betreuungsmodell ihr lebt, sondern WIE ihr es lebt, macht den Unterschied.</strong></h3>
<p>Ob Residenzmodell, Wechselmodell oder Nestmodell – wie gut es eurem Kind mit dem Betreuungsmodell gehen wird, hängt nach meiner Einschätzung weniger mit dem Modell an sich zusammen, sondern mehr mit der Haltung, die ihr als Eltern einnehmt. Wenn ihr euch wechselseitig respektiert, dem Kind die Bindung an beide gönnt, wenn ihr kooperiert und euch über wichtige Dinge austauschen könnt, dann ist die Belastung eurer Kinder durch die Trennung gering, und dann habt ihr womöglich „glückliche Scheidungskinder“, wie Remo Largo das so provokativ als Buchtitel gewählt hat. Ich würde sagen, wir hatten glückliche Scheidungskinder, unsere sind jetzt in den Dreißigern, und wir lebten einvernehmlich ein Residenzmodell. Auch da geht Augenhöhe. Als ich die erwachsenen Kinder gefragt habe, ob sie ihren Vater, den sie an Wochenenden und in Ferien besuchten, als „vollwertigen“ Elternteil erlebt hätten, hatten sie Mühe, diese Frage überhaupt zu verstehen, so selbstverständlich war das für sie. Es konnte immer über ihn gesprochen oder telefoniert werden, er war insofern präsent, und es wäre mir nie in den Sinn gekommen, wichtige Entscheidungen nicht mit ihm abzusprechen.</p>
<h3><strong>10. Auch das Wechselmodell bietet Spielraum.</strong></h3>
<p>Als ich das erste Mal einen Vortrag von Frau Prof. Sünderhauf hörte, die damals das dicke Standardwerk zum Wechselmodell geschrieben hat, merkte ich auf, als sie erklärte, dass manche Studien schon eine Aufteilung ab mindestens 30:70 als Wechselmodell erfassen, wenn das Kind mit beiden Eltern auch Alltag lebt und bei beiden ein gefühltes Zuhause hat. Das unterscheidet sich zeitlich nicht mehr von den immer üblicheren erweiterten „Umgangszeiten“.</p>
<p>Ich fand sofort viel schöner, das als Doppelresidenz oder Wechselmodell zu werten und das Wort Umgang, das irgendwie nach einem Onkel- oder Tantenverhältnis klingt, dafür aufzugeben. Beide Eltern werden als weiterhin vollwertige Eltern definiert, und ich stelle mir vor, das macht auch etwas mit dem eigenen Selbstbild und dem, was auf die Kinder ausstrahlt. Dazu ist keine exakte 50:50-Aufteilung erforderlich, die ja in den allerwenigsten zusammenlebenden Familien so akribisch eingehalten wird. Da schauen beide Eltern, wie sie Beruf und Kinderbetreuung miteinander vereinbart bekommen. Das ist doch eine gute Basis auch für Vereinbarungen nach der Trennungszeit. Jeder tut, was er kann, man spricht das miteinander ab und entwickelt ein maßgeschneidertes Betreuungsmodell für die Familie, das auch eine faire und für beide praktikable Verteilung der finanziellen Verantwortlichkeiten umfasst. Klingt zu schön um wahr zu sein? Manchmal kann Mediation/<a href="https://www.vaterverantwortung.de/coaching-fuer-vaeter/" target="_blank" rel="noopener">Beratung</a> dabei helfen, dass es doch noch wahr wird.</p>
<p>Wenn ihr Mariannes hervorragendes Buch bestellen wollt, könnt ihr gern diesen <a href="https://amzn.to/3axxUYt" target="_blank" rel="noopener">Link</a>* nutzen, der zur Finanzierung dieses Blogs beiträgt.</p>
<p><em>P.S. WENN ihr in diesem Prozess glaubt, mit Unterstützung von mir, kann eure Trennungssituation besser gestaltet werden, meldet euch bei mir für ein <a href="https://carstenvonnoh.de/kennenlerngespraech/">Erstgespräch</a> zur Unterstützung oder schaut euch meine <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminare</a> an. Bei Interesse schreibt mir gern auch eine Mail.</em></p>
<p>*Werbe-Link zu Amazon.</p>
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		<title>Was wir von unseren Kindern lernen können</title>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 17:53:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Vater (und natürlich auch als Mutter) werden wir mit so vielen Dingen konfrontiert, die wir so nur sehr viel später oder gar nicht erleben würden. Kinder sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch unsere besten Lehrmeister. Unsere Vergangenheit und uns selbst besser verstehen Was wir von unseren Kindern lernen können, beginnt oft damit, dass [&#8230;]]]></description>
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									<div class="" data-block="true" data-editor="c59ho" data-offset-key="76c0l-0-0"><div class="_1mf _1mj" data-offset-key="76c0l-0-0"><p class="p1">Als Vater (und natürlich auch als Mutter) werden wir mit so vielen Dingen konfrontiert, die wir so nur sehr viel später oder gar nicht erleben würden. Kinder sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch unsere besten Lehrmeister.</p><h2 class="p1"><b>Unsere Vergangenheit und uns selbst besser verstehen</b></h2><p class="p1">Was wir von unseren Kindern lernen können, beginnt oft damit, dass sie uns an unsere eigene <b>Vergangenheit</b> erinnern. Unsere Erfahrungen als Kind, die uns zu dem gemacht haben, wer wir heute sind, kommen in vielen Momenten wieder hoch.</p><p class="p1">Was für eine Vatererfahrung habe ich gemacht? Was möchte ich davon an mein Kind weitergeben? Was will ich unbedingt ändern? Was hat mir in meiner Kindheit gefehlt, das ich jetzt stärker beachten möchte? Wie ist meine Mutter mit mir umgegangen? Wie habe ich sie in ihrer Elternbeziehung erlebt?</p><p class="p1">Kinder bringen uns dazu, diese Fragen zu stellen – bewusst oder unbewusst. Sie fordern uns auf, zu reflektieren, was wir ihnen mitgeben, wie wir mit ihnen kommunizieren und was wir von uns selbst zeigen oder erwarten.</p><h3 class="p1"><b>Alle Anteile in uns ernst nehmen lernen</b></h3><p class="p1">Eines der wichtigsten Dinge, die wir von unseren Kindern lernen können, ist der Umgang mit unseren „<b>dunklen Seiten</b>“. Kinder spiegeln uns oft direkt, manchmal so heftig, dass wir erschrocken oder sogar schockiert über uns selbst sind.</p><p class="p1">Wenn wir diese Seiten nicht ernst nehmen, sie (unbewusst) vielleicht erniedrigen oder (emotional) verletzen, spüren wir oft, wie sich das anfühlt – oder wie es sich bei uns als Kind angefühlt hat. Kinder geben uns die Chance, innezuhalten, uns selbst zu reflektieren und Dinge bewusst anders zu machen.</p><h3 class="p1"><b>Neue Belastungsgrenzen fordern neue Achtsamkeit</b></h3><p class="p1">Unsere <b>Belastungsgrenzen</b> werden durch Kinder oft neu definiert. Sie zeigen uns, wie viel wir wirklich leisten können – und auch, wie wichtig es ist, achtsam mit unseren Kräften umzugehen.</p><p class="p1">Die starken Veränderungen, die ein Kind mit sich bringt – neue Rollen, neue Kommunikationsformen und wenig Schlaf – stellen uns vor Herausforderungen. Was wir von Kindern lernen können, ist nicht nur, unsere Belastbarkeit zu steigern, sondern auch, mit Frust, Erschöpfung und Wut besser umzugehen.</p><h2 class="p1"><b><br />Kinder lehren uns, Beziehungen neu zu gestalten</b></h2><p class="p1">Unsere Kinder beeinflussen auch unsere <b>Beziehungen</b> – insbesondere <b>zu unseren eigenen Eltern</b> oder Schwiegereltern. Was wir von ihnen lernen können, ist die Fähigkeit, neue Grenzen zu setzen und alte Beziehungsmuster zu hinterfragen.</p><p class="p1">Kinder geben uns den Mut, Klarheit zu schaffen: Was tut uns gut, und was belastet uns? Diese Reflexion ermöglicht es uns, Beziehungen bewusster zu gestalten und vielleicht sogar auf einer neuen Basis wieder zueinander zu finden.</p><h2 class="p1"><b><br />Den Sinn des Lebens durch Kinder neu entdecken</b></h2><p class="p1">Was wir von Kindern lernen können, geht oft tiefer, als wir denken. Viele stellen sich erst nach der Geburt ihres Kindes die Frage nach dem <b>Sinn des Lebens</b>:</p><ul class="ul1"><li class="li1">Wie wichtig ist mir die Zeit mit meinen Kindern?</li><li class="li1">Kann und will ich meine berufliche Entwicklung hinten anstellen?</li><li class="li1">Macht das, was ich tue, wirklich Sinn?</li><li class="li1">Was soll einmal sein, wenn die Kinder aus dem Haus sind?</li><li class="li1">Muss ich vielleicht etwas ändern?</li></ul><p><br />All die Dinge, und da gibt es wahrscheinlich noch viel mehr, kann man auf sich zukommen lassen und dann von eigener Grübelei oder äußeren Umständen entscheiden lassen. Oder ich nehme mir einige dieser Fragen bewußt zu Herzen, tausche mich mit meiner Partnerin, einem Freund oder unter anderen Vätern darüber aus. Oft kann auch eine <a href="https://carstenvonnoh.de/vater-coach-coaching-vaeter-eltern/">professionelle Begleitung</a> hilfreich sein. Es lohnt sich, die Zeit mit den Kindern als die wohl wichtigste Entwicklungszeit als Erwachsener zu nutzen!</p></div></div><div class="" data-block="true" data-editor="c59ho" data-offset-key="t9vq-0-0">Wenn ihr euch mit anderen Vätern austauschen, reflektieren und weiterentwickeln wollt, schaut gern unter mein <a href="https://carstenvonnoh.de/#seminare-online-plattformen">Seminarangebot</a>.</div>								</div>
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		<title>Zehn tolle Ideen, um die Trennungssituation für unsere Kinder zur Hölle zu machen</title>
		<link>https://carstenvonnoh.de/2019/06/11/kinderhoelle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[c.vonnoh]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2019 12:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Sammlung von total fundierten und erfolgreichen EmpfehlungenVon Carsten Vonnoh  1. Nutzt jede Gelegenheit, dem anderen Vorwürfe zu machen &#38; alle Unzulänglichkeiten zu betonen! Macht dem anderen Elternteil immer wieder klar, wie schuldig er/sie an allem ist! Das schafft den Boden für eine hervorragende Beziehung als Eltern für euer Kind! Besonders hilfreich ist es dabei, [&#8230;]]]></description>
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Das schafft den Boden für eine hervorragende Beziehung als Eltern für euer Kind! Besonders hilfreich ist es dabei, RICHTIG alte Themen wieder hervorzuholen, die wirklich GAR NICHTS mit der aktuellen Situation zu tun haben. Damit kann man dann mit der vollen Wucht der alten Verletzungen so richtig schön austeilen! Und auch das Kind merkt, wie sehr man sich engagiert!</p><p>2. Ballert die ganze Woche voll mit Programm und total wichtigen Dingen, die ihr UNBEDINGT machen MÜSST (oder wenigstens solltet). Hilfreich für die kindliche Entwicklung scheint zu sein, die Zeit wo es sich wirklich öffnen und eine Beziehung zu Dir aufbauen kann, möglichst gering zu halten. Sinnvoll ist es hier, möglichst viele technische Hilfsmittel wie Konsolen, Pads, TV, usw. verfügbar zu machen, damit dem Kind nicht abverlangt wird, selbst kreativ zu werden. SO kann das gar nicht erst zum Problem werden! Gebt dem Kind also so viel Zerstreuung und Ablenkung wie möglich! Schließlich renne ich doch auch den Großteil des Tages jeder möglichen Ablenkung und kurzfristigen Belohnung hinterher. Glück gehabt, wenigstens DAS klappt gut!</p><p>3. Macht es genau so, wie eure Eltern das schon gemacht haben, auch wenn manche meinen, dass das KEINEM gut tut. Je nachdem, wie ihr aufgewachsen seid, ist da das Repertoire verschieden. Ihr wisst selbst am besten, was das sein kann: Sind Nörgeln, Anschreien und Ausrasten eure treuen Begleiter der Kindheit gewesen, dann ist es total sinnvoll, das weiterzuführen oder gar noch auszubauen! Beliebt sind auch die ständige Bevormundung des Kindes, das Ignorieren seiner dringlichsten Bedürfnisse und die Besserwisserei darüber, ob jetzt etwas wirklich weh tut oder traurig genug ist, um zu weinen. Sucht euch mindestens 2 dieser Verhaltensweisen heraus und integriert sie so viel wie möglich in euren Alltag und das Kind wird euch ewig dafür dankbar sein!</p></div><div data-offset-key="739nt-0-0">4. Zeit für mich selbst einplanen? Schwachsinn! Lasst einfach alles auf euch zukommen, dann wird das schon! Hat ja bisher auch super geklappt! Warum wertschätzend und aufmerksam mit mir selbst sein, wenn das alle anderen auch nicht sind? Und Erholung gibt&#8216; doch beim nächsten Urlaub schon wieder! Bis dahin nutze ich die Extra-Schlafenszeit vor dem Fernseher.</div><div data-offset-key="739nt-0-0"> </div><div data-offset-key="739nt-0-0">5. Redet schlecht über das andere Elternteil! So RICHTIG hilfreich, um das Kind zu verwirren und in einen unlösbaren Loyalitätskonflikt zu bringen, ist es, den anderen Elternteil in ein besonders schlechtes Licht zu rücken. Gut ist es hier, viele Male am Tag zu erwähnen, wie schlecht der/die Andere Dich doch behandelt und wie irre/krank/gewalttätig/bösartig oder einfach nur unzuverlässig oder blöd er/sie ist. Auch wenn wir uns das bei uns selbst niemals wünschen würden, ist es bei dem anderen Elternteil ja wohl absolut gerechtfertigt!</div><div data-offset-key="739nt-0-0"> </div><div data-offset-key="f1vik-0-0">6. Lasst so richtig die Sau raus, so oft es geht! Wenn wir merken, der andere Elternteil hat uns gerade wieder an einem wunden Punkt erwischt, ganz sicher mit voller Absicht und perfider Strategie, dann ist es hilfreich, so richtig auszurasten und zu zeigen, WIE verwundet wir jetzt sind und wie gut wir austeilen können! Und wenn das Kind dabei ist, NOCH BESSER! Dann bekommt es endlich mal die ganze Ungerechtigkeit mit und merkt, WER alles richtig gemacht hat! </div><div data-offset-key="f1vik-0-0"> </div><div data-offset-key="f1vik-0-0">7. Das Kind in wirklich ALLES einbinden! Gerade bei Themen rund um die Trennung ist es doch toll, wenn das Kind alles mitbekommt und sich sein eigenes Bild machen kann! Besonders wenn es noch im Kindergarten ist! Die heftigsten Themen sollte man wenigstens in Hörweite ansprechen, wenn der/die Andere schon darauf besteht, es nicht VOR dem Kind zu tun. Auch ein Kleinkind versteht sicher, worum es tatsächlich geht und es kann die getroffenen Aussagen gut einordnen. Schließlich ist es das von Anfang an so gewohnt! Und wenn es dann noch in die Situation gerät, einen Elternteil als Verursacher, Opfer, Täter, vertrauensunwürdig, schlecht oder verantwortungslos beurteilen zu müssen, tja, dann lernt es wenigstens frühzeitig, wie Schwarz-Weiß und schlecht die Welt ist!</div><div data-offset-key="655q8-0-0"> </div><div data-offset-key="655q8-0-0">8. Die Übergaben so richtig ätzend gestalten und getroffene Absprachen einfach verweigern! Für euer Kind ist es wundervoll, zu erleben, wie die Eltern sich beim Aufeinandertreffen, z.B. bei der Abholung zum Umgang, gegenseitig beschimpfen, beleidigen und mit Vorwürfen überziehen. Um dem angespannten Verhältnis so richtig gerecht zu werden, sollten wir jeglichen Versuch, eine ruhige, sachlich-friedliche Situation zu erzeugen, unterbinden. Am Interesse des Kindes ist der/die Andere eh nicht wirklich interessiert, was soll ich denn da noch für Ruhe in der Situation sorgen? Hauptsache, es läuft und ich kann sagen, was mich ankotzt!</div><div data-offset-key="7g2gj-0-0">Trennt das Kind von einem Elternteil und/oder benutzt es wenigstens als Waffe!</div><div data-offset-key="7g2gj-0-0"> </div><div data-offset-key="7g2gj-0-0">9. Die hohe Kunst, die Situation für unser Kind so richtig unerträglich zu machen, ist es, dem/der Anderen einfach jeglichen Kontakt zu nehmen. Das reduziert die Konflikte, lässt mich in meiner Überforderung wenigstens allein entscheiden und schließlich weiß ICH doch selbst, was das Beste für mein Kind ist. Auch wenn alle Forschung das Gegenteil behauptet, für MEIN Kind bin nur ICH gut genug! Als Zwischenschritt ist es auch hilfreich, in die Privatsphäre des anderen Elternteils einzudringen und den Umgang davon abhängig zu machen, wie ich gerade in Stimmung bin oder wie ich gerade die Sinnhaftigkeit eines Kontaktes einschätze. Und wenn der andere Elternteil nicht spurt, wie ich mir das vorstelle, dann hat er ja wohl eine Strafe verdient. Da merkt mein Kind gleich mal, was es bedeutet, konsequent zu sein!</div><div data-offset-key="dpbl4-0-0"> </div><div data-offset-key="dpbl4-0-0">10. Die eigene Verantwortung verweigern und die Schuld bei anderen suchen! Zahlreiche Fachleute gehen davon aus, dass es bei einer Trennung nie nur einen/eine &#8222;Schuldige/en&#8220; gibt, aber ICH glaube, bei unserer Situation würden sie das anders beurteilen! Bei uns ist völlig klar, wer uns als Familie zerstört hat und wer jetzt Schuld an der aktuellen Situation ist! Neben dem/der Ex natürlich das Jugendamt, das Amtsgericht und/oder der Staat als Ganzes. Völlig klar! Die einzige Lösung besteht deshalb im Kampf dagegen, erst dann wird sich etwas ändern! Ich bin so wie ich bin und ich ändere mich doch nicht, wenn die Anderen mich nicht so behandeln, wie ich das verdiene!</div><div class="jwLWP _2hXa7 _2Dym_ blog-post-text-font blog-post-text-color" data-block="true" data-editor="aihj7" data-offset-key="c7sig-0-0"><div class="public-DraftStyleDefault-block public-DraftStyleDefault-ltr" data-offset-key="c7sig-0-0"><span data-offset-key="c7sig-0-0"> </span></div></div><div class="jwLWP _2hXa7 _2Dym_ blog-post-text-font blog-post-text-color" data-block="true" data-editor="aihj7" data-offset-key="4ickv-0-0"><div class="public-DraftStyleDefault-block public-DraftStyleDefault-ltr" data-offset-key="4ickv-0-0"><span data-offset-key="4ickv-0-0">Wer es bis hierhin geschafft hat</span><span data-offset-key="4ickv-0-1">, wird hoffentlich gemerkt haben, dass das alles NICHT sonderlich hilfreich ist. Dennoch erlebe ich es immer wieder: In der Begleitung von Vätern, im Austausch mit Müttern und einiges manchmal auch bei mir selbst. </span></div><div class="public-DraftStyleDefault-block public-DraftStyleDefault-ltr" data-offset-key="4ickv-0-0"><span data-offset-key="4ickv-0-1"> </span></div><div class="public-DraftStyleDefault-block public-DraftStyleDefault-ltr" data-offset-key="4ickv-0-0"><span data-offset-key="4ickv-0-1">Was davon würdet ihr gern ändern? Was fällt euch dabei am schwersten? Lass&#8216; uns <a href="https://carstenvonnoh.de/vater-coach-coaching-vaeter-eltern/">zusammen</a> anschauen, wie es BESSER gehen kann! </span></div></div>								</div>
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